Handhabungstechnik

Festgesaugt

Greifen mit Saugluft ist nicht nur werkstückschonend, sondern auch für die Handhabung von Werkstücken unterschiedlicher Masse und Werkstoffart ein guter und erprobter Weg. Neben dem klassischen „Saugnapf“ gibt es einen interessanten Mutanten. Es ist der Flächensauggreifer mit vielen, über ein Areal verteilten Saugzellen. Man unterscheidet zwei Funktionsprinzipe: Die Abschaltung gerade nicht belegter Saugzellen und, wie im vorliegenden Beispiel ausgeführt, die Verbindung der Einzelöffnungen über Strömungswiderstände mit der Vakuumkammer. Bei dieser Variante wächst die Haltekraft mit steigendem Belegungsgrad der Saugöffnungen. Damit ist dann schon gesagt, dass man Werkstücke unterschiedlicher Größe und Kontur unabhängig vom Greiferbelegungsgrad handhaben kann, ohne dass es einer Veränderung am Greifer bedarf. Das ist eine bescheidene, aber dennoch sehr willkommene Flexibilität.

Die Saugmatte ist austauschbar und besteht aus einem speziellen, hochflexiblen und sehr belastbaren Schaumstoff mit Löchern. Es gibt ein Sortiment verschiedener Mattengrößen (Schaumstoffhöhe 10 oder 20 Millimeter), sodass man damit problemlos Mehrfachgreifer oder Greifer für großflächige Objekte gestalten kann. Als Vakuumerzeuger gehört ein Mehrkammerejektor mit zum Flächensauggreifer.

Der Anwendungsbereich ist weit gesteckt: Die Handhabung von Holzpaletten, geschliffenen Möbelteilen, Kartons, laminierten Spannplatten, Kisten und Blechformteilen sind nur als Beispiel zu betrachten.he

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