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Handhabungstechnik

Griff der Flosse

Natürlich gewachsene Tulpenzwiebel und weiche Schokoladeneier sind mit herkömmlichen Greifern aus Metall oder mit Vakuumfunktion nur unter hohen Verlusten oder Beschädigungen zu greifen und umzusetzen. Darunter leiden zwei zentrale Ziele der Automatisierungstechnik: Schnelligkeit und Qualität. Mit dem Adaptiven Greifer DHDG von Festo gelingt es, natürlich gewachsene Früchte, Knollen oder druckempfindliche Lebensmittel zu handhaben. Möglich macht das der so genannte Fin Ray Effect, der sich aus der Konstruktionsweise der Schwanzflosse von Fischen ableitet. Der DHDG ist leicht, flexibel und anpassungsfähig. Er besteht aus einem pneumatischen Aktuator in Form eines Faltenbalgs sowie drei Greiffingern in Form der Fin Ray Struktur der Schwanzflosse eines Fisches. Grundlage sind zwei flexible Bänder, die wie ein Dreieck in der Spitze zusammenlaufen. In regelmäßigen Abständen sind Zwischenstege eingesetzt, die über Gelenke mit den Bändern verbunden sind. Mit diesem flexiblen Verbund können sich die Greiffinger bei seitlich einwirkendem Druck an die Kontur eines Werkstücks anpassen – ähnlich der menschlichen Hand, nur schneller. Der adaptive Greifer wird mit Selective Laser Sintering hergestellt. Dabei werden 0,1 Millimeter dünne Schichten aus Polyamidpulver nacheinander aufgetragen und zu einem festen Bauteil ausgehärtet. Um satte 90 Prozent sinkt dadurch das Gewicht an der Werkzeugaufnahme gegenüber einem herkömmlichen Greifer aus Metall. Damit greift und bewegt der DHDG Werkstücke auf energieeffiziente Weise. bw

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