State of the Global Supply Chain

Hersteller erwarten Störungen in der Lieferkette

Laut einer Umfrage rechnen Unternehmen für 2016 mit bedeutenden Störungen und Risiken für Lieferketten – dennoch konzentrieren sich strategische Unternehmenspläne auf andere Prioritäten.

Laut einer Umfrage von GT Nexus rechnen Unternehmen für 2016 mit bedeutenden Störungen und Risiken für Lieferketten – dennoch konzentrieren sich strategische Unternehmenspläne auf andere Prioritäten.

GT Nexus, ein Infor-Unternehmen mit dem nach eigenen Angaben größten Cloud-basierten Netzwerk für globalen Handel und Supply Chain Management, hat seinen ersten Report zum Status globaler Supply Chains veröffentlicht. Die unter 250 Führungskräften aus der Industrie durchgeführte Befragung analysiert die Top-Themen, Herausforderungen und Chancen, mit denen sich Fertigungsunternehmen konfrontiert sehen. Die Studie, die in Zusammenarbeit mit dem globalen Marktforschungsunternehmen YouGov durchgeführt wurde, gibt Antworten auf die folgenden Fragen:

  • Welche Technologien und Branchenthemen von heute und morgen haben die größten Auswirkungen auf die Lieferketten der Hersteller?
  • Was sind die primären Herausforderungen für Lieferketten und wie können diese gelöst werden?
  • Wie sind Unternehmen operativ aufgestellt? Gibt es einen Beauftragten, einen Chief Supply Chain Officer, der sich um diese Fragestellungen kümmert?

Laut Umfrage berichten 40 Prozent der befragten Führungskräfte, dass in den vergangenen zwölf Monaten eine Störung in der Lieferkette ihr Geschäft beeinträchtigt hat. Davon gaben 24 Prozent an, dass die Störungen auf externe Faktoren, wie Streiks oder unvorhergesehene Umweltereignisse, zurückzuführen waren. Fast jeder Fünfte sieht interne Faktoren wie technologische Probleme oder fehlende Fachkräfte dafür verantwortlich. Da wirkt es schon verwunderlich, dass es trotz dieser Beeinträchtigung des Geschäfts derzeit bei weniger als einem Viertel (24 Prozent) einen zuständigen Chief Supply Chain Officer gibt, der in einer solchen Situation Lösungsansätze aufzeigt. Weiteren 41 Prozent zufolge gibt es auch keine Pläne, jemanden dafür einzustellen oder diese Stelle im Unternehmen zu schaffen.

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„Der Bericht zeigt klar, dass die Hersteller 2016 bedeutende Störungen in ihrer Supply Chain erwarten – Störungen durch externe Faktoren, die außerhalb ihrer Kontrolle liegen", so Greg Kefer, Vice President Corporate Marketing bei GT Nexus. „Die Daten legen nahe, dass die Roadmaps sich mehr auf beispielsweise Kostensenkungen konzentrieren als auf erfolgsentscheidende Faktoren wie die Position eines Chief Supply Chain Officers. Dreiviertel der Befragten operieren derzeit ohne einen Zuständigen in diesem Bereich. Aber bei fast der Hälfte der Hersteller hat sich in den vergangenen zwölf Monaten eine Störung auf ihr Unternehmen ausgewirkt. Diese Lücken müssen in der strategischen Ausrichtung auf Unternehmensebene thematisiert werden, um weitreichende Agilität in der Lieferkette zu ermöglichen.“

Die größten Herausforderungen für die Befragten: 27 Prozent gaben an, dass die schnell verändernden und wachsenden Kundenbedürfnisse und deren Befriedigung eine der größten Aufgaben beim Thema Supply Chain ist. Ein Drittel der Führungskräfte identifizierte die Globalisierung als Herausforderung fürs Geschäft – und nannte die hohen Risiken in einem globalen Markt (12 Prozent) sowie die Verzweigung des Netzwerks von Partnern, Zulieferern und Lieferanten (11 Prozent) als wichtigste Faktoren.    

Auch die Erkenntnisse im Bezug auf die Wichtigkeit von Technologien überraschen: 38 Prozent der Befragten gaben an, dass Technologie ihrer Meinung nach ihre Lieferkette in diesem Jahr nicht beeinflussen wird. Ein Grund hierfür könnte sein: Oft fehlt das Bewusstsein dafür, wie sehr technologiebasierte Systeme Störungen in der Lieferkette abschwächen und welche Rolle diese Systeme für die Strategie und Kontrolle der Supply Chain haben können. Während 64 Prozent der Befragten bestätigen, beispielsweise Inventory Management Systeme zu verwenden, sind die Zahlen sehr viel kleiner, was die Auswirkungen von fortschrittlicheren Technologien angeht: Analyseverfahren (13 Prozent), Internet of Things (IoT, 11 Prozent) oder Radio Frequency Identification (RFID, 3 Prozent) – obwohl diese Systeme bereits gezeigt haben, welchen Vorteil sie Organisationen beim Management ihrer Supply Chain bieten.

Zur Studie

Alle Zahlen, soweit nicht anders angegeben, sind von YouGov Plc. Die Gesamtstichprobengröße betrug 250 Führungskräfte aus der Fertigungsindustrie. Die Befragung fand online im Dezember 2015 statt. cs

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