Hängefördersystem
Materialbereitstellung durch Schwerkraft
Kostengünstig, flexibel, platzsparend: Diese Eigenschaften kennzeichnen das neue Hängefördersystem von Item. Es dient der effizienten Bereitstellung von Material und ist eine Alternative zu Kleinladungsträgern.
Wenn Ware transportiert werden soll, die in üblichen Kleinladungsträgern (KLT) zu viel Platz einnimmt oder sich leicht verhakt, bietet sich das Hängefördersystem an. Damit ist die Bereitstellung von Material mit einem Einzelgewicht bis 5 kg denkbar einfach. Das System ist geeignet für den manuellen oder teilautomatisierten Transport einer Vielzahl von Komponenten und Bauteile. Sein Aufbau ist einfach und flexibel: ESD-sichere Laufwagen werden zur Inbetriebnahme in Laufschienenprofile des Herstellers eingehängt. Die einzelnen Profile sind bis zu 6 m lang und lassen sich beliebig miteinander kombinieren. Sie sind mit einer Neigung von 3° an einem Rahmen aus dem Profilrohrsystem D30 verbunden. So entstehen Transportwagen oder Gestelle mit einem integrierten Hängefördersystem.
Allein durch die Schwerkraft bewegen sich die Laufwagen leer oder mit dem Fördergut auf dem reibungsarmen Laufschienenprofil bis zum Entnahmepunkt. Dort ermöglicht der Endanschlag eine einfache und ergonomische Entnahme. Der Anschlag am Entnahmepunkt stoppt die Laufwagen und bietet zusätzlichen Schutz, etwa beim Transport mit fahrerlosen Transportsystemen. Trotz Bewegung und Kurvenfahrten bleiben die Transportgüter sicher an Ort und Stelle. Darüber hinaus lassen sich Materialien auch über längere Distanzen platzsparend transportieren, da anders als bei sonst häufig realisierten Systemen mit deutlich mehr als 5° Neigung hier eine geringere Neigung von nur 3° ausreicht. Das nun vorgestellte Hängefördersystem empfiehlt sich für den Transport von Kabeln, Cockpitblenden, Fußmatten, Messgeräten oder anderen Bauteilen in der Automobilindustrie, eignet sich aber auch für den Transport von Produkten und Komponenten anderer Branchen.
Es lassen sich Transportgüter auf einer geraden Strecke fördern. Künftige Planungen beziehen den Transport über Kurven mit ein, wodurch das Einsatzgebiet noch einmal erweitert werden kann. Das System lässt sich mechanische Teilautomatisierung auch in Karakuri-Anwendungen oder zum Shootern einsetzen. Somit können Anwender Waren ohne manuelles Handling von Transportfahrzeugen an Bereitstellungsregale übergeben. Die Anbindung an ein hängendes Fördersystem eröffnet vielfältige Möglichkeiten für einen effizienten, teilautomatisierten Transport in der Intralogistik.
Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 12/23









