Fördertechnik
Engpass überwinden
Mögliche Ansätze um Kapazitätsgrenzen in Fertigung und Montage zu erweitern, sind zusätzliche Produktionsschichten, zusätzliche Anlagen oder der aufwändige Ausbau von Stationen, die den Engpass verursachen. Eine Alternative hat die Firma Robert Bosch für ihr Werk in Waiblingen bei Stuttgart gefunden. Durch Nachrüsten mit dem Schnelltakter von AKB konnte dort der Output an Ventilbaugruppen erhöht werden. Werner Lauxmann, Abteilungsleiter Fertigungsverfahren und Sondermaschinen bei Bosch, erklärt warum: „Wir erzielen heute mit derselben Montagezelle über 10 Prozent mehr Ausbringung und zwar dadurch, dass wir die Nebenzeiten beim Längstransfer optimiert haben. So konnten wir uns eine zusätzliche Zelle sparen, und der Schnelltakter selbst hat sich schon nach kurzer Zeit amortisiert.“
Das Funktionsprinzip des speziellen Förderers ist einfach. Er wird in ein bestehendes Längstransfersystem integriert, übernimmt von dort die Werkstückträger auf sein separat gesteuertes Transportband, indexiert sie und führt sie im definierten Takt der nachgeschalteten Station zu. Dieser „Zwischenspurt“ verringert die Transportzeit über den betreffenden Abschnitt, sodass taktzeitbedingte Flaschenhälse im Automationsprozess gezielt entzerrt werden. Die für den Werkstückträgerwechsel benötigte Zeit liegt unter einer halben Sekunde und lässt sich nach Wunsch einstellen.
Durch den modularen Grundaufbau lassen sich die Länge und Spurweite des Transportbandes ebenso individuell anpassen wie der eingesetzte Motortyp und die Motoranordnung. „Dieser Schnelltakter ist kein Einheitsprodukt, sondern ein standardisiertes, flexibles System, aus dem wir kundenspezifische Lösungen entwickeln“, meint AKB-Geschäftsführer Wolfgang Weis. „Die Nachrüstung ist einfach und der Anwender kann dabei von Kostenvorteilen gegenüber einer Sonderanfertigung profitieren.“ ma









