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Artikel und Hintergründe zum Thema

Linde Gase mit Technik-Update für Füllwerke

Mehr Automation – weniger Stapler

An gleich zwei Standorten in Deutschland hat sich die Linde Gases Division dazu entschieden, den Automatisierungsgrad ihrer Füllwerke zu steigern. Das gilt für die neu entstehende Anlage im Industriepark Dorsten/Marl, nördliches Ruhrgebiet, ebenso wie für das Werk in Unterschleißheim bei München.

Unitechnik sorgt für mehr Automation und weniger Staplerfahrten bei Linde Gase – gleich in zwei Werken. (Foto: Linde Gase)

In beiden Fällen setzt das Unternehmen im Bereich Warehousing und Conveying auf eine Lösung von Unitechnik. Zum Lieferumfang des Generalunternehmers gehören automatisierte Palettenhochregallager mit Regalbediengeräten, Fördertechnik sowie die Lagerverwaltungssoftware UniWare, die für mehr Informationstransparenz in allen Lagerabläufen sorgen wird.

Im November 2015 hat die Linde Group den ersten Spatenstich für ein neues Füllwerk im Industriepark Dorsten/Marl gesetzt und einen hohen Automatisierungsgrad für die internen Abläufe angekündigt. Der Auftrag für das automatische Hochregallager und die integrierende Fördertechnik im Bereich der Vorzone wurde nun an den Generalunternehmer Unitechnik vergeben. Der herstellerunabhängige Systemintegrator hat den internationalen Industriegase-Spezialisten bereits in der Konzeptphase beraten und wird in der neuen Anlage sowie am Standort Unterschleißheim ein Konzept umsetzen, das beide Unternehmen in enger Kooperation entwickelt haben.

Vollautomatisches Hochregallager

Für Linde steht in dem Konzept die Reduktion von Staplerfahrten im Vordergrund. Die Lösung von Unitechnik für den Neubau in Dorsten/Marl ist ein vollautomatisches Hochregallager (HRL) mit vier Ebenen, das an eine Fördertechnik angebunden ist. Die Ein-, Aus- und Umlagerung erfolgt über Regalbediengeräte. Die Lösung für den Standort Unterschleißheim sieht ähnlich aus.

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Palettengewicht im Schwerlastbereich

Eine Besonderheit des Projektes besteht in der mehrfachtiefen Lagerung von Paletten im Schwerlastbereich. Eine Palette fasst zwölf Gasflaschen, die im HRL eingelagert und für die jeweiligen Aufträge entsprechend neu zusammengestellt werden. Das überdurchschnittlich hohe Gewicht der Ladungsträger hat Unitechnik in seiner Lösung besonders berücksichtigt.

Durch die Automatisierung der Intralogistik steigt für Linde auch die Transparenz der Anlage, da das Lagerverwaltungssystem UniWare mit zum Lieferumfang des Generalunternehmers gehört. Der Gasehersteller erhält einen genauen Überblick darüber, wo sich welche Gasflasche aktuell im Lager befindet. Außerdem wird die gesamte Logistikanlage visualisiert und die Mitarbeiter können bei Bedarf stufenlos in einzelne Teilbereiche hineinzoomen, um so alle Prozesse detailgetreu im Blick zu haben. bw

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