Intralogistikanbieter Vollert wird 90

Bekenntnis zum Standort Deutschland

Seilbahnen, die das Meer überspannen, Mega-Hochregallager für 100.000 Tonnen Aluminium-Coils und die modernsten Betonfertigteilwerke der Welt – etliche Projekte zeigen die Innovationskraft von Vollert. 2015 feiert das Unternehmen sein 90-jähriges Bestehen und investiert mehr als vier Millionen Euro.

Vollert 2015 Bearbeitungszentrum

Lösungen, die bewegen

Bewegende Momente gab es für den Anlagenspezialisten Vollert in den vergangenen Jahrzehnten viele – sie gehören zum Kerngeschäft. Als Generalunternehmer für Kunden auf allen Kontinenten entwickelt und fertigt Vollert vollautomatisierte Betonfertigteilwerke, modernste Intralogistiksysteme für die Aluminium- und Metallindustrie, aber auch die weltweit technisch führenden Rangier- und Verladesysteme, beispielsweise für den Güterumschlag in Raffinerien oder in der chemischen Industrie. Was 1925 als kleine Schlosserei begann, entwickelte sich rasch zum Automations-Spezialisten im Schwerlastbereich. Bereits in den 1930er-Jahren wurden die ersten von Vollert entwickelten Weinbergseilbahnen international zum Bestseller, mit weltweiten Anfragen von Amerika bis Ungarn. Später folgten daraus Kübel- und Materialseilbahnen in Kalk- und Sandsteinbrüchen für Nutzlasten bis 20 Tonnen. In Venezuela konzipierte Vollert in den 60er-Jahren eine Seilbahn mit dem damals weltweit längsten Stützenabstand von einem Kilometer.

Die Ingenieure blickten stets über den Tellerrand und trieben damit die Automation auch in neuen Branchen voran. Das Prinzip der Seilbahnen wurde in den 1950er-Jahren auf bodengeführte Seilzuganlagen übertragen und veränderte damit unter anderem die Holz- und Keramikindustrie. Sägewerke, Ziegeleien und Porzellanhersteller wie Villeroy&Boch stellten auf die Umlaufproduktion um. Später führte Vollert diese Technologie als erster Anbieter in der Betonfertigteilindustrie ein. Heute exportiert das Unternehmen Anlagenkonzepte für Betonfertigteilwerke bis nach Neukaledonien im südlichen Pazifik.

Anzeige

Das Familienunternehmen wuchs zum internationalen Generalunternehmer mit Niederlassungen in Asien, Russland und Südamerika. Ursprünglich von Hermann Vollert gegründet, gestaltet inzwischen die dritte Familiengeneration die Unternehmensentwicklung. „Wir haben mit unseren Anlagen und Maschinenlösungen immer wieder unterschiedliche Industriezweige weiterentwickelt – und uns selbst damit kontinuierlich auch“, erklärt Geschäftsführer Hans-Jörg Vollert, der Enkel des Firmengründers. Als Vorreiter und Schrittmacher sieht sich Vollert: Schon 1974 stellten die Entwickler den ersten vollautomatischen Rangier-Robot für Güterzüge mit abgasfreiem Batterieantrieb vor – auf der InnoTrans 2014 präsentierten sie den ersten GreenTech-Robot mit Hybrid-Antrieb.

Inzwischen ist Vollert der Spezialist weltweit, wenn es um Materialfluss- und Lagersysteme in der Metall- und Aluminiumindustrie geht. Aber auch für die Betonfertigteilindustrie gehört Vollert mit über 350 realisierten Betonfertigteilwerken zu den weltweit gefragten Technologie- und Innovationsführern. Die zahlreichen Kunden kommen aus mehr als 80 Ländern, Der Exportanteil beträgt 85 Prozent – bei einer jährlichen wirtschaftlichen Leistung von rund 70 Millionen Euro.

„Aktuell sind wir in der Metall-, Aluminium- und Betonfertigteil-branche sehr gut aufgestellt, doch wer weiß, was noch kommen wird. Gerade das ist das Spannende an unseren Projekten und Lösungen.“ Auch im Jubiläumsjahr wird deshalb wieder kräftig investiert: Ein neues Bohrzentrum, eine erweiterte Außenlagerfläche sowie der Bau neuer Büroflächen und großzügiger Besucherbereiche stehen an. Denn trotz eigener Niederlassungen in Russland, Südamerika, Indien und China vertraut Vollert auf die Entwicklung und Fertigung der Anlagen in Deutschland. „‚Made in Germany‘ ist für uns und viele unserer Kunden ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Dieses Know-how wollen wir am Standort auch weiterhin erhalten“, betont er und verweist auf die Investitionen in Weinsberg am Stammsitz. bw

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Manipulator für Schwerlasten

Kompakte Schwerlastlösung

Für ein neu geplantes Pufferlager bei Schletter, Lieferant für Solar-Montagesysteme, entwickelt Vollert Anlagenbau einen Spezial-Manipulator mit drei Hubwerken, die je nach Profillänge einzeln oder in Kombination synchron heben können – bis zu...

mehr...

Schwerpunkt Logimat

Per Shuttle zum Versand

Das Unternehmen Advastore betreibt in Niederaula ein 18.000 m² großes Versandzentrum mit 250 autonomen Shuttles, KI-gestützter Lagerorganisation und wartungsfreien Komponenten. Effiziente Abläufe und nahezu vollautomatisierte Prozesse stehen im...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Elektrokettenzug

Anheben von Ofenrosten

Bharat Forge CDP ist Lieferant für geschmiedete Fahrwerks- und Motorenkomponenten sowie Non-Automotive- Systeme. Seit 2020 arbeitet das Unternehmen mit Kito-ER2-Elektrokettenzügen zum Anheben von Ofenrosten in der Fertigungshalle.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren