Genkinger steht bei Wiehl oben auf dem Treppchen
Wendiges Holzhandling
Mit einem Elektro-Vierwege-Hochhubwagen werden die Kragarmregale bei Treppenbau Wiehl nicht mehr mittig unterfahren und Radarme stoßen nicht an die Kragarmregal-„Füße“.
Dies bedeutet für das Unternehmen aus dem baden-württembergischen Bingen einen wesentlichen, praktischen Fortschritt. Der von Genkinger Material Handling gebaute Hochhubwagen EGY-S nimmt die Lasten über einen Pantographen auf und bietet Treppenbau Wiehl noch weitere Vorteile.
Das Unternehmen fertigt mit 40 Mitarbeitern mehr als 2.000 Treppen jährlich, und wird durch Jörg Wiehl bereits in der dritten Generation geführt. Die für die Treppenfertigung in Bingen benötigten Holz-Materialien werden aus dem gemischten Kragarm- und Palettenlager der Firma entnommen. Für die kurzen Wege des Materials, zum Beispiel sechs Meter langes Schnittholz, Leimholz-, Dreischicht- und Tischlerplatten, zur Säge und zu den Hobelplätzen benötigte Wiehl ein weiteres Gerät. Die Option, einen Elektro-Vierwege-Seitenstapler anzuschaffen, wurde rasch fallengelassen. „Zu klobig und für unsere Zwecke somit nicht wendig genug“, lautete die Begründung von Firmenchef Jörg Wiehl. Der gewünschte glatte Materialfluss mit der Anfahrt der Holzmaterialien direkt an die Verarbeitungsmaschinen, wo Saugheber sie aufnehmen, wäre mit einem Seitenstapler auf dem engen Raum nicht möglich gewesen.
Als Genkinger mitteilte, dass sich ein neuer handgeführter Elektro-Vierwege-Hochhubwagen für Langgut und Paletten in der Endphase der Entwicklung befinde, horchten die Verantwortlichen bei Wiehl auf: Ein neuer Mastausschubmechanismus in Form eines hydraulischen Pantographen sollte nicht nur ein ungewöhnlich großes Sichtfeld in jeder Regalhöhe bieten, sondern ein allseitiges Ansteuern der Kragarmregale gewährleisten. „Diese technische Lösung passt genau zu uns“, dachte Jörg Wiehl.
Am Ende rechtfertigte das neue Gerät die Entscheidung von Wiehl und erfüllte dessen Anforderungen und Erwartungen: Das Vierwege-Breitspurfahrwerk des EGY-S ermöglicht präzise Längs- und Querfahrten in den engen Fahrgassen. Steht die Deichsel parallel zum Antriebsrad, ist das Gerät, bei guter Sicht für den Bediener, besonders zügig zu bewegen. Eine Servolenkung sorgt für leichtes Manövrieren auf engstem Raum und entlastet den Bediener. Der EGY-S wird von den Mitarbeitern als flexibel einsetzbares Gerät geschätzt und kommt anstelle eines Seitenstaplers auch für die Lkw-Be- und Entladung mit Lasten bis 1,8 Tonnen zum Einsatz. Wiehl-Mitarbeiter Georg Geiselhart bestätigt aus der Praxis: „Die Deichsel ermöglicht ein präzises Ein- und Auslagern unserer Holzmaterialien. Wir müssen nicht mehr aus der Mitte zwischen den zwei Regalfüßen einfahren, sondern können dies von jeder Stelle aus. Dadurch sind wir schneller geworden.“ Fahr- und Hubgeschwindigkeit lassen sich feinfühlig regulieren. Im mittig angeordneten Display der Fahrdeichsel erscheinen relevante Daten wie Batteriezustand, Wartungsintervalle sowie optional auch Fahrerprofil per Code. bw












