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Artikel und Hintergründe zum Thema

Textil-Dienstleistung

Fasern im Fokus

Mewa ist europaweit einer der wenigen Textildienstleister, der seine Putztücher selbst herstellt – und das ausschließlich in Deutschland. Bevor die Profi-Tücher in Werkstätten oder Produktionsanlagen Öl aufwischen oder Oberflächen polieren können, werden sie im Prüflabor auf Herz und Nieren – oder besser Faser und Webart – getestet.

Die Zusammensetzung der Garne wird unter anderem durch das Einfärben von Garnproben überprüft.

Zahlen, die beeindrucken: 2,6 Millionen Mitarbeiter in 123.000 Unternehmen aus 21 europäischen Ländern verwenden Mewa Putztücher, die aus der eigenen High-Tech-Weberei im hessischen Immenhausen kommen. Hier entstehen pro Sekunde fünf neue Tücher – im Jahr 2015 waren es insgesamt 109 Millionen Tücher. An die Weberei von Mewa ange-gliedert ist das unternehmenseigene Prüflabor. Hier werden seit 1995 die Tücher auf Qualität, Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit – auch bei starker Beanspruchung sollen die Tücher bis zu 50 Mal gewaschen und wiederverwendet werden können – geprüft, so dass eine gleichbleibende Qualität sichergestellt ist.

Mit dem Tropftest wird die Saugfähigkeit der Tücher kontrolliert.

Der sprichwörtliche Leitfaden dafür ist die DIN 61651 „Maschinenputztücher“. Darüber hinaus durchläuft ein Putztuch von Mewa rund 30 weitere Garn- und Tuchprüfungen. Dazu gehören beispielsweise eine Feinheitsbestimmung und eine Scheuerfestigkeitsprüfung. Ein Tropftest zeigt zudem, wie saugfähig die Tücher tatsächlich sind. „So stellen wir sicher, dass unsere Putztücher außergewöhnlich viel Flüssigkeit aufnehmen können“, erklärt Laura Husemann, Textillaborantin im Mewa Prüflabor.

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Tuchlebenslange Prüfung

Der Textildienstleister gilt als anspruchsvoll, geht es um die Qualitätsstandards, die das Unternehmen in seinem Qualitätsmanagementsystem angelegt hat. Entsprechend dieses Anspruchs werden sowohl die Garne als auch die fertigen Tücher in regelmäßigen Abständen nach festen Prüfplänen getestet. So werden schon beim Wareneingang Garnproben gezogen, die anschließend im Prüflabor nach Vorgabe der DIN EN ISO 139 akklimatisiert werden, bevor die Textillaboranten mit den Prüfungen beginnen können. Eine der Garnprüfungen ist die Feinheitsbestimmung. Die Feinheit wirkt sich auf die fertigen Tücher aus und definiert sich – da die Angabe des Durchmessers einer Faser nicht sinnvoll ist – als Quotient aus der Garnlänge und dem zugehörigen Gewicht. Außerdem wird die Festigkeit des Garns geprüft. Bei der Gleichmäßigkeitsprüfung wird festgestellt, ob die Garne Dick-, Dünnstellen oder Verschmutzungen enthalten. „Erst wenn die Garne die Wareneingangsprüfung bestanden haben, dürfen die Garnspulen auf den Webmaschinen verarbeitet werden. Verhält sich das Garn dann während der Produktion ungewöhnlich, greifen wir nochmals ein und untersuchen die Ursache“, erläutert Husemann.

Auch das fertige Tuch landet immer wieder in den Händen der Textillaboranten, bevor es ausgeliefert werden kann. Im Labor überprüfen Husemann und ihre Kollegen dann, ob beispielsweise die Maße wie Größe und Gewicht stimmen. Zudem wird das Tuch auf Reißfestigkeit und auf Saugfähigkeit getestet. Der Abrieb der Tücher wird mittels eines Scheuertests überprüft, für den Mewa eine spezielle Maschine im Einsatz hat, die extreme Belastungen nachstellen kann.

Ins Labor schaffen es jedoch nicht nur neue Tücher. Nach jedem Wasch- und Trockenvorgang durchlaufen die Tücher erneut eine mehrstufige Qualitätskontrolle, damit nur einwandfreie Tücher zurück in die Werkstatt kommen. cs

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