
© Ludmilla Parsyak / Fraunhofer IAO
Der erste Prototyp von "Robo-Mate" ist jetzt fertig und wurde am 12. Juni am Fraunhofer IAO in Stuttgart vorgestellt. "Unser Prototyp des Exoskeletts besteht aus Modulen für die Arme, den Rumpf und die Beine", beschreibt Prof. Dr. Wernher van de Venn, Projektkoordinator von Robo-Mate und Leiter des Instituts für Mechatronische Systeme an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW).
- Arm-Module: Die Module für die Arme sind an Ober- und Unterarmen befestigt. Sie unterstützen die Arbeiter aktiv beim Heben schwerer Lasten: Mithilfe von Motoren reduzieren sie die Kraft, die beim Heben eines Gegenstands auf den Arbeiter wirkt, bis auf ein Zehntel. "Ein Autositz von 15 Kilogramm fühlt sich beim Heben mit dem Exoskelett an wie 1,5 Kilogramm", so Prof. Dr. Carmen Constantinescu, die das Projekt auf Seiten des Fraunhofer IAO leitet.
- Rumpfmodul: Das Rumpfmodul dient vor allem zur Stabilisierung von Rücken und Wirbelsäule sowie als Schutz. Es hilft, den Rumpf bei Hebe- und Beugearbeiten gerade zu halten und schützt so vor Bandscheibenvorfall und Verdrehungen der Wirbelsäule.
- Bein-Module: Das Exoskelett unterstützt die Beine durch zwei Module, die vom Rumpfmodul aus die Innenseite der Oberschenkel stabilisieren. Bei Tätigkeiten in hockender Position, die für die Oberschenkel sehr anstrengend werden können, versteifen sich die Bein-Module und bilden eine Art Sitz, sodass der Arbeiter keine zusätzliche Kraft aufbringen muss.
