Antriebstechnik
Stahl zieht den Kürzeren
Müssen Kupplungen große Lücken im Antriebsstrang überbrücken, werden hohe Anforderungen an sie gestellt. Zum einen wachsen mit der Distanz natürlich die auszugleichenden Werte für axialen, radialen und winkligen Wellenversatz. Zum anderen sollte das Zwischenstück nicht nur leicht, sondern vor allem sehr drehsteif sein. KTR aus Rheine bietet für solche Fälle Stahllamellenkupplungen mit einem Zwischenstück aus Glas- oder Kohlefaser verstärktem Kunststoff an. Die Stahllamellen gleichen alle anfallenden Fehler großzügig aus, ohne An- oder Abtriebsaggregat mit allzu großen Rückstellkräften zu belasten. Beim Material für das Zwischenstück zieht der Stahl allerdings den Kürzeren. Faserverstärkte Kunststoffe sind wesentlich steifer und erhöhen damit die biegekritische Drehzahl der Zwischenstücke. So können Sie mit den leicht zu handhabenden und zudem die Laufruhe verbessernden Kupplungen noch Distanzen bis zu sechs Metern ohne Zwischenlagerung überbrücken.
Interessant sind die Leichten insbesondere für Anwendungen in aggressiver Atmosphäre, denen eine Kombination aus Edelstahlflanschen und CFK-Rohr widersteht, oder für den Einbau in Windkraftanlagen. Hier übertragen die Kupplungen Leistungen bis vier Megawatt und isolieren gleichzeitig mit ihrem GFK-Rohr den Generator gegen Blitzeinschlag in den Rotor. Eine zusätzlich in das Zwischenstück integrierte Überlastsicherung dämpft zudem die bei kurzzeitig auftretenden Stromausfällen auftretenden generatorseitigen Lastspitzen und schützt damit den Triebstrang. Eine weitere Domäne der leichten Zwischenrohre sind Anwendungen in explosionsgeschützten Bereichen. Hier machen sich die Kupplungsspezialisten aus Rheine auch bei Kupplungen für kleine Leistungen wie zum Beispiel Bogenzahnkupplungen die Leitfähigkeit des Kohlenstoffs in den CFK-Zwischenstücken zu Nutze.mm








