Antriebstechnik

Der Brockhaus definiert

ein Baukastensystem als „Methode zum Aufbau komplizierter technischer Systeme mit Hilfe einfacher Bausteine, deren Herstellung, Überprüfung und Austausch besonders wirtschaftlich sind und die durch Kombinationsmöglichkeiten eine hohe Funktionsflexibilität des Gesamtsystems und eine wirtschaftlich optimale Anpassung an die Aufgabenstellung ermöglichen.“ So gesehen, liegt Minitec mit seinem Profilsystem goldrichtig. Denn das bietet mit einer geringen Anzahl von Profilen ein sehr hohes Maß an Gestaltungsfreiheit und Anwendungsvielfalt. Als Ergebnis einer Wertanalyse und der strikten Einhaltung des Baukastenprinzips gelang es dem pfälzischen Unternehmen, mit weniger als 50 Profilen ein Anwendungsspektrum von ergonomischen Arbeitsplatz-Systemen über dynamische Linearachsen bis zu hochkomplexen Montagelinien der Solar- und der Automobil-Industrie abzudecken. Durch eine identische Nutform können alle Profile miteinander und mit allen ergänzenden Komponenten kombiniert werden – mit dem gleichen Werkzeug und nur einer Schrauben- und Mutterngröße (beides DIN). Zwecks Optimierung dieser speziellen Nutgeometrie arbeitete Minitec mit dem Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM zusammen. Die Nuttiefe von 15 Millimeter bietet hinsichtlich der einsetzbaren Schraubenlängen viel Spielraum. Mit einer Verdickung der Nutflanken und gleichzeitiger Verringerung der Flankenlänge konnte die Hebelwirkung der angreifenden Kräfte reduziert werden.

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Alle Profile besitzen zudem eine Kernbohrung, die das Einsetzen von selbstformenden Schrauben erlaubt, die keinerlei Bearbeitung vor dem Verbinden der Profile erfordern. Den einheitlichen Radius der Außenkanten von 2,5 Millimeter wählten die Entwickler unter Design-Aspekten, aber auch aus Sicherheits- und funktionellen Gründen. Beim Zusammenbau entstehen damit keine größeren Spalten, das Verletzungs- und Beschädigungs-Risiko von scharfen Kanten entfällt.
Der patentierte Standard-Profilverbinder trägt zur Wirtschaftlichkeit des Systems bei, denn er funktioniert ohne jegliche Bearbeitung. Damit entfällt zum einen zeitaufwändiges Messen und zum anderen müssen in den Konstruktionszeichnungen keine entsprechenden Angaben gemacht werden. Auch eine Fehlerkorrektur nach dem Zusammenbau stellt kein Problem dar, da sich die Verbindungen nachjustieren lassen. Das Druckstück ist so gestaltet, dass die elektrische Leitfähigkeit gewahrt bleibt, ESD-Anwendungen erfordern keinen Aufwand durch Kabelverbindungen oder PE-Laschen.ms

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