Legierungen
Alles auf Kupfer
Zum nunmehr zweiten Mal präsentierte das Unternehmen Wieland Werke seine Kupferlegierungen und Halbfabrikate auf der Messe eCartec in München. Unter anderem zeigte der Geschäftsbereich Gleitlager und Systembauteile Serienbauteile für die E-Maschine hybrider Antriebsstränge. Für den Einsatz in diversen Oberklasse-Hybridfahrzeugen deutscher Pkw-Hersteller liefert das Unternehmen Bauteile wie die Verschaltung der Einzelzahn-Kupferdrahtspulen im Stator der E-Maschine. Diese Verschaltung besteht aus Schaltringen (Bild), auf denen die jeweiligen Stromschienen für den Leitungsanschluss angeschweißt sind. Auf den Ringen werden Crimpen angebracht, die eine spätere Kontaktierung der Einzelzahn-Kupferdrahtspulen ermöglichen.
Wieland erlaubt mit den Werkstoffen K14, K30 und K18 den Bau der Stator-Komponenten auf Basis von Kupferlegierungen, welche zum Teil anschließend mittels Kunststoffumspritzung elektrisch isoliert werden, damit eine Durchschlagsicherheit der Komponente realisiert werden kann.
Komponenten aus Kupfer fertigen die Ulmer inzwischen auch für die Rotoren von Asynchron-Maschinen. Aufgrund der hohen Kosten für die Seltenen Erden, welche für die Herstellung von Permanentmagneten in Synchronmaschinen benötigt werden, sowie eine einseitige Rohstoffabhängigkeit dieser Materialien von China, sind weitere Entwicklungsschritte notwendig, um alternative E-Maschinentypen wie beispielsweise Asynchronmaschinen auf das Wirkungsgradniveau einer permanenterregten Synchronmaschine zu bekommen. Für die Maschinentypen der Asynchronmaschine wurden von Wieland bereits erste Prototypen von Kupferrotoren hergestellt. Die Komponenten des Rotors wie Formstab und Kurzschlussring werden durch ein spezielles Verfahren gefügt und sollen das bisher bekannte Löten von Aluminiumrotoren ablösen.
kf








