Antriebstechnik
SPS für "nichtsichere" Anwendungen
Nur wenige Themen werden in der Sicherheitstechnik dringlicher angesehen als die Integration von mehr Sicherheit in die SPS. Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau sind mit dem Problem bestens vertraut, denn die meisten ihrer Kunden würden liebend gern auf eine getrennte SPS für Steuerungen und Sicherheit verzichten – erst recht, wenn diese noch dazu auf proprietären Lösungen aufbauen. Dem Unternehmen Bernstein ist es jetzt als erstem Anbieter gelungen, eine frei programmierbare SPS zu entwickeln, die sichere und „nichtsichere“ Anwendungen integriert und den Aufbau von Systemen nach Kategorie 4 gemäß EN 954-1, beziehungsweise SIL3 nach IEC 61508 erlaubt.
Wer das neue System einsetzt, kann für die Anpassung an seine Applikationen auf eine bekannte Programmierumgebung nach IEC 61131 mit großer Verbreitung im Markt zurückgreifen. Das erstellte Applikationsprogramm kann über den Ethernet-Anschluss heruntergeladen oder durch eine einsteckbare Speicherkarte aufgespielt werden. Darüber hinaus kommt die geringe Baugröße dem Trend zu kleinen Schaltschränken und zur Dezentralisierung entgegen. So passt die komplette SPS in ein kleines Standard-Busgehäuse von nur 120 Millimeter Höhe – die Breite hängt allein von der Ausbaustufe ab. Durch eine Erweiterung auf bis zu 16 Module kann die Steuerung an fast jede Applikation angepasst und so bei Bedarf ausgebaut werden. Jedes Modul verfügt über 16 Ein-/ Ausgabepunkte (beispielsweise 12 sichere Eingänge und 4 sichere Ausgänge). Bei der Anbindung an die I/O-Ebene werden alle wichtigen Standard Feldbus-Systeme unterstützt. Alles wurde so ausgelegt, dass auch bei Vollausbau Reaktionszeiten unter 10 ms garantiert werden können. Das System hat den Prototypen- Status bereits hinter sich und wird im Herbst 2006 in Serie gehen. st









