Additive Fertigung

Rapid.Tech-Rückschau

Rund 1.200 Besucher nutzten diesmal die Erfurter Rapid.Tech und nahmen den neuen Fachkongress Luftfahrt gut an. Bei den Vorträgen gab es auch Energieeffizienzvergleiche mit herkömmlichen Technologien.

Anschaulich belegten die Beispiele der Redner, wie verbreitet additiv gefertigte Teile schon jetzt in der Luft- und Raumfahrt sind: von der Internationalen Raumstation bis zu Spezialausrüstungen für Flugzeugkabinen, die selbst der schlechten Laune kanadischer Eishockeyspieler nach verlorenem Spiel standhalten müssen. Ein Argument für den Einsatz des Fused-Deposition-Modelings lieferte Tim Heller, Europa-Geschäftsführer von Stratasys: „Der FDM-Prozess verbraucht fünf Mal weniger Energie als ein CNC-Prozess.“ Damit forderte er wie viele weitere Redner die Konstrukteure auf, die Möglichkeiten der additiven Fertigung (AM) zu nutzen. Zudem sei es gelungen, Luftfahrtkomponenten durch veränderte Konstruktion um 65 Prozent leichter zu machen. Heller warnte jedoch davor, dass sich die Materialkenndaten des fertigen Teiles beim AM nicht an die Datenblätter halten, sondern wesentlich vom Herstellungsprozess abhängen.

Einige Luftfahrtunternehmen nutzen inzwischen auch das Selektive Laserschmelzen, um Teile aus der Titanlegierung Ti6Al4V herzustellen, wenn Alubauteile Korrosionsprobleme mit sich bringen. „Titan als Werkstoff frisst aber oft die Gewichtseinsparung wieder auf“, gab Dr. Dieter Schwarze von der SLM Solutions GmbH zu bedenken. Weitere Berichte zur Rapid.Tech folgen in Ausgabe 7/8.

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Monika Corban, CAD-CAM REPORT

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