Additive Fertigung

Planeten berechnen

können Ingenieure und Konstrukteure mit dieser Schweizer Software. Dabei geht es allerdings nicht um irgendwelche Planeten in fernen Sonnensystemen, sondern – ganz irdisch – um die Zahnradberechnung nach neuester Ausgabe der ISO 6336. Wesentliche Änderungen in der neuen Programmversion betreffen vor allem die Berechnung der Zahnfußspannung bei Zahnkränzen und die Lastverteilung bei Planeten-Stufen. Auch bei der Paarung von gehärteten Ritzeln mit weichen Rädern werden Schwächen der älteren Ausgabe der Norm behoben.

Bei der Berechnung des Lastverteilungsfaktors bei Planeten sind neu keine Formeln mehr angegeben, sondern es wird auf die Formeln für ein normales Stirnradpaar verwiesen, aus denen der Anwender die Gleichungen herleiten kann. Um im Programm Kisssoft die entsprechenden Fälle rechnen zu können, wurden laut Anbieter die Formeln streng im Sinne der ISO abgeleitet und stehen damit für die üblichen Planetenlagerungen zur Verfügung.

Die zweite wesentliche Weiterentwicklung betrifft die Berechnung der Fußformfaktoren YF und YS bei Innenverzahnungen. Bisher wurde hierfür ein theoretisches, zahnstangenförmiges Werkzeug betrachtet. Neu wird nun die Herstellung mit einem Stossrad zu Grunde gelegt. Dies soll Werte ergeben, welche deutlich näher bei der tatsächlich gefertigten Fußform liegen. Die grafische Methode ist vor allem bei Verzahnungen, die stark von den üblichen Verzahnungsparametern (20 Grad Eingriffswinkel beziehungsweise Zahnhöhe von 2.25*Modul) abweicht, näher an der Realität dran als die überarbeitete ISO 6336, erklären die Schweizer und ergänzen: „Bei Standardverzahnungen liegen die Ergebnisse der beiden Ansätze aber sehr nahe beieinander.“ sg

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