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Artikel und Hintergründe zum Thema

Wälzfräser

Andreas Mühlbauer,

Bis zu 50 Prozent höhere Schnittgeschwindigkeiten

Die aktuelle Marktsituation setzt Unternehmen unter Druck, die auf Hartmetallwerkzeuge angewiesen sind: Steigende Rohstoffkosten, volatile Lieferketten und eingeschränkte Planbarkeit belasten die Branche. Fette Werkzeugtechnik, ein Mitglied der LMT Tools-Familie und Spezialist für Verzahnungswerkzeuge, bietet mit dem SpeedCore-Fräser eine leistungsstarke und wirtschaftliche Alternative.

Der Wälzfräser SpeedCore ist eine leistungsfähige und wirtschaftliche Alternative zu Hartmetallwerkzeugen. © LMT Tools

Der Wälzfräser besteht aus einem speziell entwickelten Hochleistungsschnellstahl und ermöglicht bis zu 50 % höhere Schnittgeschwindigkeiten gegenüber herkömmlichen Werkzeugen aus PM-HSS bei gleichzeitig hoher Prozesssicherheit.

Hartmetallwerkzeuge bieten eine hohe Leistungsfähigkeit, sind jedoch eng an kritische Rohstoffe wie Wolfram und Kobalt gebunden. Für Anwender bedeutet das: Werkzeugkosten und Verfügbarkeit lassen sich aufgrund der angespannten Rohstoff- und Beschaffungslage aktuell nur schwer kalkulieren. Besonders in der Serienfertigung kann diese Unsicherheit zum wirtschaftlichen Risiko werden. Deshalb rücken Schneidstoffkonzepte in den Fokus, die hohe Produktivität mit besserer Kosten- und Versorgungsstabilität verbinden. Eine Antwort ist der SpeedCore von Fette Werkzeugtechnik.

Innovatives Werkstoffkonzept

Der SpeedCore ermöglicht bis zu 50 % höhere Schnittgeschwindigkeiten als herkömmliche Werkzeuge aus PM-HSS (pulvermetallurgischem Schnellarbeitsstahl). © LMT Tools

Der Wälzfräser besteht aus einem speziell entwickelten Hochleistungsschnellstahl und schließt die Lücke zwischen klassischem PM-HSS (pulvermetallurgischem Schnellarbeitsstahl) und Hartmetall. Seine besonderen Eigenschaften entstehen durch gezielt eingestellte intermetallische Phasen, die Warmhärte und thermische Stabilität des Schneidstoffs verbessern. Dadurch hält der SpeedCore höheren thermischen Belastungen stand und ermöglicht höhere Schnittgeschwindigkeiten als herkömmliche PM-HSS-Werkzeuge. Gleichzeitig bietet der Schneidstoff die nötige Zähigkeit für einen prozesssicheren Einsatz. Anwender können auf vorhandenen Anlagen die Produktivität deutlich steigern und zugleich die Stückkosten senken, ohne in neue Maschinen investieren zu müssen.

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Prozess-Know-how als entscheidender Leistungsfaktor

Neben dem Werkstoff entscheidet auch das Prozess-Know-how darüber, ob der SpeedCore sein technisches und wirtschaftliches Potenzial voll ausschöpft. Fette Werkzeugtechnik betrachtet die Zerspanung als Gesamtsystem aus Werkzeug, Werkstück, Maschine und Bearbeitungsstrategie. Die Prozessparameter werden individuell auf Werkstoff, Bauteilgeometrie, Maschinenkinematik und -stabilität sowie die thermischen und mechanischen Randbedingungen abgestimmt. „Im Gegensatz zu generischen Parameterempfehlungen erfolgt die Auslegung bei LMT Tools werkstoff- und anwendungsspezifisch. Ziel ist es, das jeweils wirtschaftlichste Prozessfenster auszunutzen, ohne die Prozesssicherheit zu gefährden“, betont Raphael Lienau, Geschäftsführer der Fette Werkzeugtechnik GmbH & Co KG.

Bearbeitungszeit um rund 50 % reduziert

In einer Anwendung zur Fertigung eines Zahnrads mit Modul 9 für ein Planetengetriebe in Bergbaumaschinen trat ein SpeedCore-Fräser mit Nanosphere-2.0-Beschichtung gegen ein TiN-beschichtetes Werkzeug aus EMo5Co5, einem kobaltlegierten Schnellarbeitsstahl (HSS-E), an. Das Ergebnis: Die Bearbeitungszeit sank von 50,9 auf 26,2 Minuten. Das entspricht einer Reduzierung um ca. 50 %. Damit dringt der SpeedCore in Leistungsbereiche vor, die bisher mehrteiligen Werkzeugen mit Hartmetallschneiden vorbehalten waren. Die einteilige Ausführung bietet zusätzliche Vorteile bei Genauigkeit, Werkzeugkosten und effektiver Zähnezahl.

Effiziente Zahnradfertigung

Der SpeedCore ist eine leistungsfähige und wirtschaftliche Alternative für Anwendungen, in denen Hartmetall aus Kosten-, Verfügbarkeits- oder Prozessgründen nicht immer die optimale Lösung ist. Der Wälzfräser zeigt zugleich, wie materialwissenschaftliche Innovation und fundierte Prozesskompetenz helfen können, aktuellen Herausforderungen wie Kostendruck, Rohstoffabhängigkeit und eingeschränkter Planbarkeit in der Zahnradfertigung zu begegnen. „Die entscheidende Stärke liegt dabei nicht nur im Werkstoff selbst, sondern in der Fähigkeit, diesen gezielt in anwendungsspezifische Prozesse zu überführen. Erst durch diese Integration entsteht der tatsächliche Mehrwert für den Anwender“, so Raphael Lienau.

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