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Artikel und Hintergründe zum Thema

VDMA-Präsident Festge über Maschinenbau und deutsche Einheit

„Enorm viel erreicht“

VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge hat anlässlich des 25. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer den Beitrag des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus zum wirtschaftlichen Gelingen der deutschen Einheit gewürdigt.

Maschinenbau-Präsident Reinhold Festge sieht einen deutlichen Anteil des Maschinenbaus am Gelingen der Einheit.

"Deutschland feiert den Fall der Berliner Mauer vor 25 Jahren - und der Maschinen- und Anlagenbau feiert mit. Denn auch wenn die Aufholjagd der neuen Bundesländer gegenüber den alten aktuell ins Stocken geraten ist, so wurde doch in den zurückliegenden zweieinhalb Jahrzehnten enorm viel erreicht. Und als VDMA-Präsident weise ich mit Freude und auch ein wenig Stolz daraufhin, dass die Unternehmen des Maschinenbaus zum wirtschaftlichen Gelingen der deutschen Einheit einen wichtigen Beitrag geleistet haben und immer noch leisten, im Osten und im Westen."

Eines der größten Probleme für die ostdeutsche Wirtschaft war der Zusammenbruch der alten DDR-Industriekombinate. Nur weniges war erhaltenswürdig, vieles musste neu aufgebaut werden. Das ist vor allem im Maschinenbau gelungen, so der Maschinenbaupräsident. Lag die Zahl der Arbeitsplätze im Jahr 2001 noch bei knapp 66.000, sind heute fast 80.000 Menschen im Maschinenbau beschäftigt. Der Umsatz der Unternehmen hat sich im gleichen Zeitraum fast verdoppelt. Er liegt heute bei knapp 15 Milliarden Euro. Besonders erfreulich: Der Maschinenbau wächst in Ostdeutschland sogar schneller als die gesamte Wirtschaft. Er spielt also die Lokomotive im Aufholprozess gegenüber dem Westen.

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Festge weiter: "Aber es gibt auch Schwächen, an denen der ostdeutsche Maschinenbau noch arbeiten muss. Eine davon ist seine geringe Einbindung in die globale Wirtschaft. Das bekommen aktuell viele Unternehmen in Folge der Russland-Sanktionen zu spüren, die einseitig auf die traditionellen Märkte in Osteuropa ausgerichtet sind. Insbesondere ostdeutsche Unternehmen verbinden deshalb an das europäisch-amerikanische Freihandelsabkommen (TTIP) große Hoffnungen. Denn TTIP könnte ihnen den Zugang zum US-Markt erheblich erleichtern, der wegen der nicht-tarifären Handelshemmnisse gerade für kleine und mittlere Unternehmen so gut wie verschlossen ist." bw

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