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Grammer: Preis nährt Hoffnung für Bandscheibengeschädigte

Wien war vom 15. bis zum 17. September 2010 Schauplatz des europaweit größten Treffens von Wirbelsäulenforschern.. Weit über 2.000 Biomechaniker, Biologen und Mediziner tauschten beim Kongress "EuroSpine" neueste Erkenntnisse aus ihren Fachgebieten aus. Gleichzeitig wurde im Rahmen der Tagung bereits zum elften Mal der Grammer European Spine Journal Award verliehen.

Grammer und European Spine Journal verliehen auch in diesem Jahr einen Wirbelsäulen-Preis.

Die weltweit höchstdotierte Auszeichnung in der Wirbelsäulenforschung prämiiert in jedem Jahr herausragende Leistungen in der Grundlagenforschung. Gestiftet wird der Preis vom Sitzhersteller Grammer AG und dem European Spine Journal.

Ein Expertengremium, das sich aus Herausgebern und Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats des European Spine Journal zusammensetzt, wählt den besten Beitrag aus, der im vorausgegangenen Jahr in dieser Zeitschrift publiziert wurde. Der Preis 2010 ging an ein Forscherteam, bestehend aus Dr. Christopher A. Sharp, Professor Sally Roberts, Dr. Helena Evans und Dr. Sharon J. Brown. Die Gruppe ging in einer Forschungsarbeit der Frage nach, ob es in degeneriertem Bandscheibengewebe Hinweise auf mögliche zelluläre Schutzmechanismen vor den dort vorherrschenden ungünstigen Umgebungsbedingungen (Nährstoffmangel und Anreicherung von Abbauprodukten aufgrund der Degeneration) gibt.

Dazu wurde das Bandscheibengewebe von Menschen, die einen Bandscheibenvorfall erlitten hatten, mit dem Gewebe von gesunden Menschen und von Personen verglichen, die lediglich degeneriertes Bandscheibengewebe vorwiesen.

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Das Ergebnis: Menschen mit einem Bandscheibenvorfall hatten in dem betreffenden Gewebe zum einen mehr Zellkluster - das ist ein Zellverbund von drei oder mehr Zellen - als die andere Gruppe. Und zum anderen traten in diesen Zellklustern auch vermehrt sogenannte "Stressproteine" auf.

Diese Faktoren können Zellen helfen, unter Mangelbedingungen zu überleben. Fazit: Es gibt molekulare Hinweise darauf, dass Bandscheibenzellen über einen Selbstschutz verfügen, der die Bandscheibe möglicherweise vor einem weiteren Abbau schützen könnte. Wenn man diese Vorgänge besser versteht, wären neue Therapieformen möglich, die gezielt in diese Prozesse eingreifen und einer krankhaften Veränderung entgegenwirken. bw

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