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Fronius erhöht den Ladewirkungsgrad für Staplerbatterien
Es ist bekannt, dass mehr Batterieschädigungen durch falsches Laden als durch Entladen entstehen. Mit seiner neuartigen Ladegeräte-Generation Selectiva für Antriebsbatterien setzt Fronius an diesem Punkt an.
Erhöhte Temperaturen - vor allem im Bereich über 40 Grad Celsius - sind von besonders negativem Einfluss auf die Lebensdauer einer Batterie auf Blei-Schwefelsäure-Basis, denn alle chemischen Reaktionen laufen dann beschleunigt ab. Zudem führt eine zu starke Überladung zu schnellerer Verschmutzung der Batterie (und damit zu beschleunigter Selbstentladung), durch die vermehrte Gasung zu mehr Wasserverbrauch, sowie zur höheren Entwicklung von gefährlichem Knallgas.
Eine ganz wesentliche Ursache für die Batterieerwärmung sind die Ladeverluste. Sie treten vor allem bei der alten 50-Hertz-Trafotechnik, aber auch in geringerem Maße bei der herkömmlichen Hochfrequenz- (Inverter-) Technologie und der bisherigen Fronius-"Active Inverter Technology" während der Hauptladephase auf.
Die Gründe für diese Ladeverluste sind vorgefertigte Ladekennlinien, bei denen die Batterie - unabhängig von der Säurekonzentration und damit vom Ladezustand der Batterie - mit einem vorgegebenen, unter Umständen zu hohen Ladestrom "I" beaufschlagt wird. Das aber hat man bei Fronius als falschen Ansatz erkannt und den Ri-Ladeprozess mit individueller Kennlinie entwickelt. "Ri" steht für den Innenwiderstand der Batterie, ein batterie-spezifischer Wert, der sich während des Ladens und Entladens durch die sich wandelnde Säurekonzentration und parasitäre Effekte wie zum Beisiel Diffusionsprozesse, Polarisationsüberspannung oder der Umwandlung von Bleisulfat in Bleioxid verändert. Der Clou der neuartigen Ri-Kennlinie ist, dass durch die Messung des Innenwiderstands die Ladespannung bestimmt wird. Diese sorgt dafür, dass sich der Ladestrom selbsttätig dem Verlauf der Innenwiderstands-Kurve der Batterie anpasst.
Damit das Ladegerät den Anfangswert und den weiteren Verlauf der Ladespannung vorgeben kann, wird der aktuelle Zustand der Batterie permanent ermittelt. Das heißt, es wird geprüft, um welche Batterie es sich handelt, ob die Batterie alt oder neu ist, wie hoch die Temperatur der Batterie ist und wie weit sie entladen ist. Anhand dieser Informationen aus der Batterie passt die Ladegerätesoftware die einzelnen Ladephasen an, indem der Spannungsverlauf kontinuierlich gehalten und der Ladestrom entsprechend der Innenwiderstands-Kurve nachgeregelt wird. Der Ri-Ladeprozess von Fronius ist also ein sich selbst regelndes Verfahren.
Alles in allem werden mit dieser Methode Lade-Wirkungsgrade erzielt, die bisher unerreichbar schienen: Lagen die Wirkungsgrade bei der 50-Hertz-Trafotechnik bei durchschnittlich 70 Prozent, bei der herkömmlichen Inverter-Technologie bei durchschnittlich 75 Prozent und bei der bisherigen Fronius-"Active Inverter Technology" bei 80 Prozent, so werden mit dem Ri-Ladeprozess 90 Prozent erreicht. bw









