Meinung
Neu verteilt
Das Jahr neigt sich schon wieder dem Ende zu, liebe Leserinnen und Leser, es scheint mir nur ein paar Tage her zu sein, dass ich die Unterlagen zur Logimat in den Schrank geräumt habe. Und nun steht zum Ende des Messejahres schon wieder die SPS IPC Drives vor der Tür, der wir in unser Special gewidmet haben.
Die Automatisierer sind sich einig, dass die Digitalisierung spürbar zum Wachstum beiträgt und die allgemeine Entwicklung beschleunigt. Davon profitiert auch die SPS IPC Drives in ihrer 29. Ausgabe: Rund 1.700 Anbieter aus 45 Nationen haben sich angekündigt. Außerdem präsentiert sich die Messe mit einem neuen Slogan: Smarte und digitale Automation. Automation und IT wachsen zusammen, das zeigt sich auch an einer neuen Hallenaufteilung in Nürnberg: So rücken im Zeitalter der digitalen Transformation in den Hallen 5 und 6 die Themen Software und IT in den Kern des Messegeländes.
Es herrsche eine optimistische Stimmung in der Automatisierungsbranche, fasste Christian Wolf, Geschäftsführer des Automatisierungsunternehmens Turck und Vorsitzender des Ausstellerbeirats der Messe die aktuelle Lage zusammen. Das ist wenig verwunderlich, basiert doch sämtliches Wachstum in den Bereichen der Robotik, Automatisierung und digitalen Transformation auf den Komponenten und dem Zusammenspiel der elektrischen Automatisierungstechnik – Identsysteme, Bilderverarbeitung, Steuerungen, Bussysteme, Vernetzung, Cloud.
Die aktuellen Zahlen des ZVEI bestätigen das: Das Wachstum der globalen Auftragseingänge liegt für 2018 demnach weiterhin im hohen einstelligen Bereich, und auch der Ausblick für 2019 bleibe weiter positiv, wenn auch leicht abgeschwächt. Voraussetzung dafür sei, dass es zu keinen weiteren geopolitischen Verwerfungen kommt.
Seit den Midterm Elections in den USA wurden zumindest im Repräsentantenhaus die Sitze neu verteilt, die Demokraten haben dort die Mehrheit zurückerobert. Es warnicht die große blaue Welle, im Senat konnten die Republikaner ihre Mehrheit ausbauen, aber für den US-Präsidenten Donald Trump dürfte das Regieren nun schwieriger werden, er wird sich innenpolitisch kooperationsbereiter zeigen müssen. Welche Folgen das haben wird – ob Trump nun tatsächlich Erfolge in der Außenpolitik suchen wird – und welche Konsequenzen sich aus der Spaltung des Kongresses für den Handel ergeben, wird sich noch zeigen.
Bleiben wir aufmerksam, herzliche Grüße
Ihre
Annina Schopen
Redakteurin handling









