Meinung

Messe-Schachzug

Als klugen Schachzug bezeichnen aufmerksame Beobachter der deutschen Messelandschaft die Entscheidung des VDMA und der Messegesellschaft München, dem Thema Automatisierung eine eigene Fachmesse zu widmen. Die als internationale Fachmesse für Robotics und Automation erstmals von 15. bis 18. Juni 2004 statt findende Automatica könnte sich – so die Optimisten – rasch als Magnet für die Automatisierer aller Branchen etablieren.

Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Gelingen sind jedenfalls gut. Das beginnt schon beim Messegelände München. Es ist übersichtlich angelegt (kurze Wege!) und bietet ein hervorragendes infrastrukturelles (und kulturelles) Umfeld. Und – vielleicht der entscheidende Wettbewerbsfaktor: Mit dem VDMA als ideel-fachlichen Träger der Veranstaltung haben die Münchener Messemacher einen einflussreichen Partner zur Seite. Stefan Müller, Vorstandvorsitzender von VDMA Robotik + Automation sagt dazu, dass die Entscheidung für München keine „Bauchentscheidung“, sondern das Ergebnis einer sorgfältigen Bedarfsanalyse war. „Wir sind der festen Überzeugung, dass die Anforderungen der Branche konzeptionell nur durch einen Neubeginn in München zu realisieren sind“, so Müller.

Die Automatica wird (zunächst?) im zweijährigem Rhythmus ausgetragen und sieht sich als internationalen Marktplatz für Hersteller von Robotersystemen, Montage- und Handhabungstechnik, industrieller Bildverarbeitung sowie den dazugehörigen Komponenten. Auch SCOPE berichtet regelmäßig über technische Lösungen aus diesen Branchen. Einmal mehr ergreifen wir daher die Gelegenheit, anläßlich der bevorstehenden Automatica in München verschiedene Aspekte der industriellen Automatisierung in einem Sonderteil zu fokussieren.

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Michael Stöcker

Stellvertretender Chefredakteur

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