Neue KI-Lösung

Andreas Mühlbauer,

Bestelleingänge bei Kunststoffhersteller automatisiert

Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt am deutschen Standort in Frickenhausen führt die Greiner Bio-One International GmbH mithilfe des Digital-Engineering-Providers Tietoevry Create (ehemals Infopulse) eine neue KI-basierte Anwendung ein.

Tietoevry automatisiert Bestelleingänge bei Medizintechnikhersteller Greiner Bio-One mit neuer KI-Lösung. © Greiner Bio-One

Der Kunststoff- und Medizintechnikhersteller lässt eingehende Aufträge seit kurzem mittels KI analysieren und relevante Daten automatisiert via Cloud in das ERP-System des Unternehmens übertragen. Nun hat die Greiner-Gruppe mit dem Roll-out der Lösung auf bis zu 26 Standorte weltweit begonnen, um von rund 240.000 bisher manuell erfassten Bestellungen künftig mindestens 50 Prozent mittels KI-Automatisierung abzuwickeln. Das reduziert den Arbeitsaufwand erheblich und bringt wesentliche Effizienzsteigerungen.

Greiner Bio-One International, Teil der global agierenden Greiner-Gruppe, stand vor einer großen Herausforderung: Mit zunehmendem Auftragsvolumen ist die manuelle Verarbeitung von Bestellungen, die per E-Mail als PDF eingehen, zuletzt immer zeitaufwendiger geworden. Ziel des internationalen Herstellers von Medizintechnik aus Kunststoff war es daher, das gesamte Order-Processing effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Datenqualität zu verbessern. Mit der erfolgreichen Einführung einer neuen KI-Lösung am deutschen Standort in Frickenhausen (Landkreis Esslingen/Baden-Württemberg), welche die Verarbeitung von Auftragseingängen automatisiert, erreicht die langjährige Partnerschaft zwischen der Greiner-Gruppe und Tietoevry Create nun einen weiteren Meilenstein.

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„Mit Tietoevry Create als vertrauensvollem Partner konnten wir KI zugunsten unseres Customer Service nutzen und die Effizienz im Order-Processing deutlich steigern. Der erfolgreiche Pilot in Deutschland hat gezeigt, dass diese Lösung große Mehrwerte für bis zu 26 weltweite Standorte von Greiner Bio-One bringen wird“, erklärt Marco Salzberger, Expert Digital Transformation bei der Greiner Bio-One International GmbH.

KI-basierte Analyse und automatisierte Generierung von Aufträgen

Im Zentrum der neuen Lösung steht das „Microsoft Document Intelligence Studio“, welches eingehende PDF-Bestellungen intelligent ausliest und die relevanten Daten in die Azure Cloud überträgt. Mithilfe einer direkten Schnittstelle zu SAP werden die Aufträge automatisch im ERP-System von Greiner Bio-One erstellt. Sollte das „KI-Vertrauensintervall“ unter 80 Prozent fallen, können Mitarbeitende den Auftrag vor der endgültigen Übernahme in das ERP-System manuell überprüfen und freigeben. Diese Kombination aus Automatisierung und menschlicher Kontrolle gewährleistet höchste Genauigkeit und Flexibilität. Neben der Effizienzsteigerung bedeutet das auch eine Reduktion des Arbeitsaufwandes für die Mitarbeitenden: Diese können sich verstärkt auf wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren, bei denen menschliche Expertise weiterhin unverzichtbar ist.

„Unsere langjährige Zusammenarbeit mit Greiner zeigt, wie KI-Technologien maßgeschneiderte Lösungen für spezifische Unternehmensbedürfnisse bieten. Dabei geht es nicht nur um Effizienzgewinne, sondern auch um die Schaffung von Freiräumen für kreative und strategische Arbeit“, betont Lukas Keller, Head of Market Germany bei Tietoevry Create in Deutschland.

Chatbot und KI-Copilot-Lösung in Greiner-Gruppe etabliert

Tietoevry Create ist unter anderem auf maßgeschneiderte KI- und GPT-Chatbot-Anwendungen spezialisiert, welche die volle Datenkontrolle für Unternehmen sicherstellen. 2023 hat der Digital-Engineering-Provider bei der Greiner AG den Chatbot „Greini“ eingeführt, um die interne Kommunikation zwischen Hunderten Mitarbeitenden und verschiedenen Abteilungen zu vereinfachen und zu beschleunigen. Ein zentraler „Azure Master Bot“ im Kollaborationstool Microsoft Teams erleichtert nun den Zugang zu virtuellen Agenten. „Greini“ hilft dem globalen Team des Kunst- und Schaumstoffherstellers dabei, den jeweils richtigen Kommunikationskanal zu finden, da verschiedene „Power Virtual Agents“ in einem zentralen Bot integriert sind. Dieser leitet die jeweilige Anfrage je nach Thema an den entsprechenden virtuellen Agenten weiter. Zudem entwickelte der Digital-Engineering-Provider letztes Jahr einen KI-gestützten „Copiloten“, basierend auf vorhandenen Daten und Sicherheitsrichtlinien der Greiner AG. Auch diese generative KI (GenAI)-Lösung ist seit kurzem in der Microsoft Teams-Umgebung des Medizintechnikunternehmens integriert.

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