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Artikel und Hintergründe zum Thema

Künstliche Intelligenz

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34 Aussteller auf dem OWL-Gemeinschaftsstand

Wie helfen uns Technologien wie künstliche Intelligenz dabei, nachhaltiger zu arbeiten und nachhaltiger zu produzieren? Diese Frage stellte sich der Spitzencluster it’s OWL auf der Hannover Messe..

© WBM/ Andreas Mühlbauer

Neue digitale Lösungen für nachhaltige Produkte, nachhaltige Geschäftsprozesse und eine nachhaltige Arbeitswelt präsentierte it’s OWL unter dem Motto "Industrie.Zero" in Hannover.

Auf dem OWL-Gemeinschaftsstand, der von der OstWestfalenLippe GmbH, owl maschinenbau und it‘s OWL organisiert wird, zeigten 34 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Netzwerke Lösungen und Erfahrungen aus der OWL-Region. Das Spektrum reicht von KI und maschinellem Lernen über smarte Fertigung, intelligente Energiever- sorgung und zirkuläre Wertschöpfung bis zu vernetzter Mobilität und Arbeitswelt der Zukunft. Mit dem Spitzencluster it‘s OWL – Intelligente Technische Systeme Ost-Westfalen-Lippe – ist die Region Vorreiter für künstliche Intelligenz und die industrielle Transformation. Die Kompetenzen und Erfahrungen in den Bereichen KI sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für nachhaltiges Wirtschaften. Deshalb hat sich it’s OWL als Kompetenznetzwerk für Industrie.Zero das Ziel gesetzt, Ost-Westfalen-Lippe zu einer Modellregion für nachhaltige Wertschöpfung zu entwickeln.

Nachhaltigkeit und KI sind zentrale Themen

In den Projekten des Spitzenclusters sind bereits zahlreiche Lösungen entstanden, die in Hannover der Fachwelt präsentiert wurden. Dabei war Nachhaltigkeit auf dem OWL-Gemeinschaftsstand ein zentrales Thema. Das Technologieunternehmen GEA zeigte unter dem Label "Add Better" Lösungen, die deutlich effizienter und umweltverträglicher sind als ihr Vorgängerprodukt. In dem it’s-OWL-Projekt "Climate-neutral Business in OWL", kurz Climate bOWL, entwickelt GEA mit weiteren Partnern ein intelligentes Assistenzsystem, das Unternehmen unterstützt, ihre Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette zu reduzieren.

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Der Metall-Prozess-Spezialist Benteler präsentierte unter der Marke CliMore, wie das Unternehmen CO2-reduzierte Stähle und Stahlrohre fertigt. Phoenix Contact, Hersteller von Verbindungstechnik, Elektronik und Automation, stellte ein Modell für eine "All Electric Society" vor. Das Zukunftsbild beschreibt eine Welt, in der Energie aus erneuerbaren Ressourcen in ausreichendem Maße und bezahlbar zur Verfügung steht.

Wie KI die Arbeitswelt neu gestalten kann, um Mitarbeiter zu entlasten, zeigte das von it’s OWL initiierte Kompetenzzentrum Arbeitswelt.Plus. Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Ost-Westfalen-Lippe entwickeln gemeinsam mit der IG Metall im Kompetenzzentrum konkrete Anwendungen, wie durch KI die Arbeitsbedingungen verbessert und die Beschäftigten entlastet werden können. Dies gelingt dem Delbrücker Badspezialisten Bette beispielsweise durch eine intelligente Produktionsplanung. Das Unternehmen kann dank einer KI-Lösung mit einer Genauigkeit von etwa 95 % Belastungsspitzen in der Produktion für bis zu fünf Stunden vorhersagen. Dieses Wissen nutzt Bette, um die Auslastung von Maschinen und Arbeitsplätzen in der Produktion nachhaltig zu steuern. Bei Kannegiesser, Weltmarktführer für Wäschereitechnik aus Vlotho, übernimmt, dank der Arbeiten im Kompetenzzentrum eine KI die Sortierung von Schmutzwäsche. Erlebbar wurden diese und weitere KI-Lösungen anhand eines interaktiven Lego-Modells auf dem Messestand.

Zudem präsentierte das Elektronik- und Verbindungstechnikunternehmen Weidmüller in Zusammenarbeit mit Fraunhofer IOSB-INA, der Universität Paderborn und Eviden, einem Unternehmen für digitale Dienstleistungen, ein KI-basiertes Assis- tenzsystem, das im Rahmen eines Projekts des Kompetenzzentrums entwickelt wurde. Das System zielt darauf ab, Mitarbeiter an Handarbeitsplätzen bei der Fehlerbehebung zu unterstützen.

Ein interaktives Lego-Modell für die datengetriebene Fabrik der Zukunft präsentierte die "Datenfabrik.NRW" und zeigte, wie KI dabei helfen kann, Produktionsstandorte in Deutschland wettbewerbsfähiger zu machen. In dem derzeit größten it’s-OWL-Projekt erarbeiten die Weltmarktführer Claas und Schmitz Cargobull gemeinsam mit NTT Data Business Solutions, Duvenbeck Kraftverkehr und Motion Miners sowie den Fraunhofer-Instituten IEM, IML, IOSB-INA und IAIS an neuen Methoden und Technologien für die Produktion der Unternehmen. So kann Claas dank KI unter anderem 500 Fertigungsaufträge gleichzeitig auf planungsrelevante Anomalien untersuchen. Das spart Zeit bei der Planung und vermeidet unnötige Rüst- und Verschrottungskosten. Bei Schmitz Cargobull entstehen dank 3D-Scans und KI in kürzester Zeit digitale Abbilder der Produktionsumgebung, die bei der Planung und Optimierung einer Werkserweiterung unterstützen.

Wie Unternehmen von Start-ups profitieren können, zeigte die it’s-OWL-Initiative Stratosfare. Hiermit setzen die Unternehmen Claas, Melitta, Miele und Wago auf das Venture-Client-Modell und einen Zugang zu einem weltweiten Start-up-Netzwerk, um für Innovationen in den Unternehmen zu sorgen. Das Modell ist für die Unternehmen der einfachste Weg, neue Kooperationen mit Start-ups einzugehen. Unternehmen können zu frühen Kunden (Venture Clients) von Start-ups werden; sie können unkompliziert von den Technologien der Start-ups profitieren und dadurch ihre Produkte, Prozesse oder Geschäftsmodelle verbessern.

Neue Technologien für die berufliche Bildung

Die Ost Westfalen Lippe GmbH zeigte, wie mit neuen Technologien die berufliche Bildung von morgen gestaltet werden kann. In den Projekten Weiterbildung 4.OWL, 5G Lernorte OWL und MINT 4.OWL ging es um Lösungen für passgenaue Fortbildungen, 5G-Lernszenarien und Lernfabriken in der Ausbildung und die Vermittlung neuer Technologien in der Mint-Förderung. Besucher konnten mit dem Next Learning Creator ihr individuelles Weiterbildungsangebot entwickeln, Augmented und Virtual Reality nutzen, um einen 3D-Drucker zu warten und in eine 5G-Lernfabriken einzutauchen. Zudem konnten Messebesucher mit einem 3D-Druck-Stift eine tragfähige Brücke konstruieren.

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