Industrieroboter
Handgeschmiedete Schrauben?
Die Zeiten sind zum Glück vorbei, doch bei der Zuführung von Schrauben herrschen immer noch handgeschmiedete Lösungen mit Wendelschwingförderern vor. Denn so einfach Schrauben bei der Montage von Baugruppen einzusetzen sind, so kompliziert ist deren Integration in den Montageprozess: Endlos hoppeln die erst einmal über den Wendel, um nach dem Zufallsprinzip sortiert dann über lange Zuführstrecken in die Maschine zu wandern. Böllhoff, Spezialist für Schraub- und Fügetechnik, hat diese zwar übliche aber nichtsdestotrotz unelegante Methode nicht ruhen lassen. Jetzt haben die Ingenieure aus Bielefeld eine Lösung für das Problem gefunden: Den Ringsorter, ein neues Zuführ- und Sortiersystem für Schrauben und ähnliche Verbindungselemente.
Kernstück des Geräts ist ein kompakter Transportring, der alle Arbeitsschritte auf einmal übernimmt, also sowohl die Sortierung, Vereinzelung als auch Ausrichtung und Zuführung der Schrauben. Diesen Ring gibt es für alle Schraubenarten und -größen – vorgefertigt und exakt reproduzierbar. Das Gleiche gilt übrigens auch für die restlichen Komponenten des Systems, Grundkörper, Vorratsbunker und Übergabeeinheit. Im Gegensatz zu den üblichen Wendelschwingförderern benötigt der neue Ringsorter damit nicht nur wesentlich weniger Stellfläche, sondern kann bei Erweiterungen und Ersatzteilbedarf mehr oder weniger direkt aus dem Katalog bestellt werden, ohne dass ein Topfkünstler aufwendig Wendel dengeln und Schikanen zurecht biegen muss.
Alles in allem eine interessante Sache, die Sie sich beim Besuch der Motek auf dem Stand der Bielefelder auf jeden Fall einmal genauer ansehen sollten.mm









