Energieketten
Igus-Busleitungen bekommen 300-Volt-UL-Zertifikat
Durch eine Spannungserhöhung auf 300 Volt können Anwender jetzt Chainflex-Busleitungen direkt neben Leitungen mit einer höheren Spannungsebene legen. Zuvor mussten nach Vorgaben der Prüfungsorganisation UL alle Leitungen mit unterschiedlichen Spannungsklassen getrennt verlegt sein.
Die Underwriters Laboratories (kurz: UL) sind eine unabhängige Organisation in den USA, die verschiedene Produkte auf deren Sicherheit prüft. Dabei sind die Bestimmungen in Hinblick auf Brandschutz sehr hoch. Nur geprüfte Produkte erhalten das UL-Zertifikat und garantieren so einen einfachen Vertrieb der Maschinen und Anlagen weltweit. Bezogen auf Leitungen schreibt die UL vor, dass alle Leitungen mit unterschiedlichen Spannungsklassen in einer Energieführung immer mechanisch voneinander getrennt sein müssen. Daher musste die Konstruktion bisher viel Zeit für die Auslegung der Energiekette sowie Kosten aufwenden.
Um diesen Aufwand zu reduzieren und die Technik zu verbessern, hat Igus jetzt für seine Chainflex-Busleitungen CF888, CFBUS.PVC, CF898 und CFBUS.PUR die 30V UL-Spannung auf 300 Volt erhöht und das Zertifikat der UL erhalten. So können Leitungen mit der gleichen Spannungsebene direkt nebeneinander verlegt werden. Eine Trennung der Leitungen ist nun nicht mehr notwendig. „Und das kann die Kettengröße verringern und den Installationsaufwand von Trennstegen reduzieren“, erklärt Rainer Rössel, Geschäftsbereichsleiter Chainflex-Leitungen bei Igus.
17 Millionen Doppelhübe im Test
Die Busleitungen sind in vier Leitungsqualitäten mit PVC- oder PUR- Außenmantel erhältlich. Die Langlebigkeit der 300-Volt-UL-Busleitungen zeigte sich auch im Igus-Testlabor. Hier prüft der Experte alle seine Produkte bis zum Totalausfall. In einem Versuch mit der CFBUS.PUR.049 Busleitung, bei einem Biegeradius von 10,3 x d, überstand sie 17 Millionen Doppelhübe. Aufgrund der zahlreichen Testreihen kann Igus auf alle Chainflex-Leitungen eine Garantie von 36 Monaten vergeben. as









