Digitaler Produktpass

Andrea Gillhuber,

VDMA-Initiative „DPP for Machinery“ soll für Klarheit sorgen

Ab 2027 wird der Digitale Produktpass (DPP) in der EU für bestimmte Produktgruppen verpflichtend. Um insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der Umsetzung zu unterstützen, ruft der VDEM die Initiative „DPP for Machinery“ ins Leben.

© KI-generiert

Die Umsetzung des Digitalen Produktpasses (DPP) nimmt zunehmend Gestalt an. Ab 2027 wird der DPP in der EU für bestimmte Produktgruppen – darunter Batterien – verpflichtend, vergleichbar mit der CE-Kennzeichnung. Für das DPP-System soll daher eine einheitliche, branchenübergreifende IT-Architektur entstehen, die den Austausch produktbezogener Informationen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg erleichtert. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen bestehen jedoch weiterhin Umsetzungs- und Interpretationsunsicherheiten hinsichtlich der regulatorischen Anforderungen.

Technologieoffenheit und Interoperabilität als zentrale Faktoren

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) adressiert diese Herausforderungen mit der neuen Initiative „DPP for Machinery“. Im Fokus steht die Sicherstellung von Technologieoffenheit und Interoperabilität – zentrale Faktoren für die technische Umsetzung im heterogenen Maschinen- und Anlagenbau. Bestehende Schnittstellen und Standards sollen dafür genutzt und weiterentwickelt werden. Laut Andreas Faath, Geschäftsführer der VDMA-Abteilung Machine Information Interoperability, sind interoperable Schnittstellen essenziell, um sektorübergreifende, technologieneutrale Lösungen zu realisieren: „Ohne diese Grundlage ist eine flächendeckende Einführung des DPP im Maschinenbau kaum möglich.“

Anzeige

Eine Plattform für den strukturierten Austausch

Die Initiative soll außerdem einen strukturierten Austausch zwischen Verbänden, Unternehmen und anderen Stakeholdern ermöglichen, um die verschiedenen technischen Lösungsansätze zu vergleichen und kompatibel zu gestalten. Dies unterstützt insbesondere kleinere Unternehmen dabei, praxisnahe und individuell anpassbare Umsetzungsmöglichkeiten zu identifizieren.

Als zentrale Plattform für Mitglieder dient der VDMA mit der Initiative „DPP for Machinery“ künftig als Anlaufstelle für technische Orientierung, Informationsaustausch und strategische Positionierung zum Digitalen Produktpass. Dr. Sandra Drechsler, Leiterin Technikpolitik und Standardisierung beim VDMA, betont die strategische Relevanz: „Die Gründung der Initiative ist ein wesentlicher Schritt für eine koordinierte und erfolgreiche Umsetzung des DPP im Maschinen- und Anlagenbau.“

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren