Reinraum-Förderbänder

Annina Schopen,

Automatisierung im Reinraum

Reinraum-Förderbänder sind ausgelegt auf geringe Partikelemissionen, optimiert für die einfache Reinigung und zertifizierbar nach ISO-Norm 14644.

Reinraumförderer für hohe Ansprüche an die technische Sauberkeit. © mk

Fertigungsprozesse in der Mikromechanik, Elektronik und Optik sowie bei der Produktion von Batterien und Brennstoffzellen sind sensibel. Verunreinigungen durch kleinste Partikel können zu kostenintensiven Beeinträchtigungen der Produkte führen. Daher ist es für immer mehr Branchen und Produktionsprozesse wichtig, kontrollierte Umgebungsbedingungen zu schaffen. Diese Reinräume unterscheiden sich nach der Norm ISO 14644 anhand der Menge und Größe der verunreinigenden Partikel von Reinraumklasse 1 (höchste Reinheit) bis Reinraumklasse 9.

Die Bedeutung der Automatisierung im Reinraum und im Labor nimmt zu, und zugleich stellen immer mehr technische Produkte während ihrer Fertigung hohe Ansprüche an die technische Sauberkeit. Hersteller und Integratoren stehen vor der Herausforderung, automatisierte Prozesse und damit auch die Fördertechnik in Reinräume zu verlagern. Alternativ werden Automatisierungslösungen auch als sogenannte Mini-Environments realisiert, etwa in gekapselten Anlagen.

Fertigungsprozesse in den genannten Branchen finden üblicherweise in Reinräumen beziehungsweise Mini-Environments der Klasse 5 bis 9 statt. Maschinenbau Kitz (MK) legt seine Bänder auf diese Reinraum-Klassen aus und passt die Transportvorrichtungen an die speziellen Reinraumkonzepte des Anwenders an. Zu den Vorgaben gehören eine gute Reinigbarkeit und geringstmögliche Partikelemissionen. Alle Oberflächen der MK-Reinraumtechnologie sind außerdem glatt und korrosionsgeschützt zum Beispiel gegenüber Reinigungsflüssigkeiten. Die Fördergurte sind verschleißminimiert. MK verbaut Direktantriebe mit passendem Motor, beispielsweise einem Glattmantel- oder Trommelmotor. Antriebswalzen und Untergurtbleche sind in Edelstahl ausgeführt. Es werden nur geschlossene Reinraumprofile verwendet. Bewegliche Teile, die potenziell Abrieb erzeugen, befinden sich unterhalb der Transportebene und werden passend zum Luftströmungskonzept platziert.

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Auslieferung aus eigenem Reinraum

Die optimierte Steuerungsstrategie sorgt für einen Taktbetrieb, sodass der Förderer nur läuft, wenn auch transportiert werden soll. Die Fördergeschwindigkeit ist nur so hoch wie erforderlich. Ein Staubetrieb mit Relativbewegung zwischen Fördermedium und Fördergut ist zu vermeiden.

Da keine Standards zur Konstruktion von Reinraumfördertechnik existieren, sind das Know-how und die Erfahrung des Anbieters entscheidend. Die MK-Experten erstellen je nach den Anforderungen der Anwendung ein passendes Fördertechnikkonzept und berücksichtigen alle Aspekte der technischen Sauberkeit. Aus dem eigenen Reinraum bei MK werden die Bänder nach der finalen Reinigung hermetisch verpackt ausgeliefert; dies sorgt für eine schnelle Inbetriebnahme beim Anwender. Auch eine individuelle Prüfung und Zertifizierung der Förderer durch ein unabhängiges Prüfinstitut ist möglich.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 12/23

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