
Hardware in the Loop (HIL-Simulation): Vor rund 15 Jahren führte Linde teilautomatisierte Testabläufe ein und arbeitet heute mit Softwaremodellen, die das Fahrzeug samt Fahr- und Arbeitseigenschaften virtuell simulieren, um Steuergeräte zu prüfen. Dieses Testverfahren – auch Hardware in the Loop (HIL) genannt – wurde parallel mit der Entwicklung von Assistenzsystemen wie dem LSP entwickelt und eingeführt. Um ein so komplexes Assistenzsystem zu entwickeln und zu testen, das die Fahrzeugsteuerung nach Parametern wie Hubhöhe, Lastgewicht, Lenkeinschlag, Mastneigung und Geschwindig¬keit überwacht und reguliert, reicht es nicht aus, die Funktionalität an nur einem Fahrzeug¬typen mit seinen spezifischen Eigenschaften zu validieren. Schließlich muss das System in allen Fahrzeugen unterschiedlicher Traglastklassen und in verfügbaren Ausführungsvarianten sicher und zuverlässig arbeiten.
Allerdings ist der Aufwand, jeden Modellableger im realen Fahrversuch zu testen und zu validieren, praktisch kaum realisierbar; obendrein müssten in der Auslegung des Assistenzsystems auch verschiedene Anbaugeräte und andere Optionen berücksichtigt werden. Daher bedient sich Linde der Simulation: Im HIL-Verfahren sind sämtliche Modellvarianten mit ihren spezifischen Fahreigenschaften als mathematische Modelle abgebildet, um Steuergeräte und Assistenzsysteme automatisiert und mit wesentlich geringerem finanziellen und zeitlichem Aufwand prüfen zu können.
