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Hubgerüstprüfstand
Foto: Linde MH

Hubgerüstprüfstand: Härter als der härteste Einsatz – im Dauerbelastungstest durchläuft jeder neue Hubmast 50.000 Zyklen unter Nennlast, die mittig und außermittig geladen ist. Das Fahrzeug darf nie die Nennlast auf die maximale Hubhöhe heben.

Für alle Lagertechnik und Gegengewichtsstapler bietet Linde Material Handling seinen Kunden 23 verschiedene Hubmastbaureihen, die wiederum in verschiedenen Varianten verfügbar sind. Bei jedem dieser Hubmaste besteht die Herausforderung, die Durchsicht zu optimieren und den Mast dennoch so stabil und robust auszulegen, dass die freigegebene Traglast zuverlässig auch in große Hubhöhen manövriert werden kann. Mit dem höchsten verbauten Serienmast von Linde kann der Schubmaststapler R14 – R20 bis in 13 Meter einlagern.

Alle Ausführungen der Mastbaureihen werden in zwei Prüftürmen aufgespannt und vollauto-matisch getestet. In einem Testzyklus werden drei Hübe ausgeführt: Freihub, absenken, über Freihub, absenken, maximale Hubhöhe. Dabei wird durchgängig die Nennlast des jeweiligen Masts beziehungsweise Fahrzeugs gehoben – die erlaubte Tragfähigkeit wird also überschritten. Für die Freigabe muss der Zyklus 50.000 Mal ausgeführt werden – das sind insgesamt 150.000 Hübe, immer mit maximaler Hubgeschwindigkeit. Bei einer Zyklusdauer von zwei Minuten ergibt sich eine Gesamttestdauer von über zwei Monaten. Der Test gilt als bestanden, wenn der Hubmast nach dem Test noch funktionsfähig ist. Das heißt, neben den Mastprofilen werden auch Zulieferteile wie Ketten und Zylinder eingehend geprüft. Die durch die Dauerbelastung verursachten Verschleißerscheinungen treten im Gebrauch der Fahrzeuge nur in den härtesten Einsatzfällen auf. Die Anzahl der getesteten Zyklen basiert auf Erfahrungswerten bei Linde Material Handling und sind in keiner Norm definiert.

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