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© Ludmilla Parsyak / Fraunhofer IAO

In der Fertigung und Montage müssen immer noch viele körperlich belastende Tätigkeiten von Menschen durchgeführt werden: Sei es für Kleinserien oder Prototypen, bei denen die Montage jedes Stücks so individuell ist, dass keine Roboter dafür programmiert werden können. Oder sei es, weil sie für Roboter zu komplex sind, nicht zu standardisieren oder weil sie menschliche Flexibilität erfordern. Ein Beispiel ist die Demontage von Kraftfahrzeugen: Da jedes gebrauchte und zur Demontage angelieferte Auto anders ist, erfordert der Ausbau jedes Fahrzeugteils wie beispielsweise Sitze oder Batterien individuelle Handgriffe. Diese Tätigkeiten belasten die Arbeiter jedoch stark, vor allem, wenn sie acht Stunden täglich durchgeführt werden. Arbeiter in der Produktion und Demontage heben und tragen pro Tag oft mehrere Tonnen Material. Schäden an der Wirbelsäule sind quasi vorprogrammiert, Langzeitleiden sind die Folge. Das bedeutet nicht nur persönliche Leiden für die Arbeiter: für das Gesundheitssystem entstehen hohe Kosten; Arbeitgeber haben Nachteile durch krankheitsbedingte Ausfälle und Frühverrentung sowie unattraktive Arbeitsplätze.

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