
Platz für den Global Player: Schaeffler-Zentrale in Herzogenaurach heute
Der Erfolg des INA-Nadellagers und seine Weiterentwicklung erforderten eine ständige Ausweitung der Produktionskapazitäten im In- und Ausland. Die Internationalisierung des Unternehmens begann 1951 im saarländischen Homburg, das damals noch zum französischen Wirtschaftsraum gehörte. 1957 nahm das erste Auslandswerk in Llanelli in Großbritannien die Produktion auf. Zwei Jahre später folgte Schaeffler dem Kunden VW nach Brasilien und eröffnete dort ein neues Werk. Mitte der 60er Jahre erfolgte der Eintritt in den US-Markt durch eine Unternehmensbeteiligung, aus der 1969 eine eigene Landesgesellschaft hervorging.
1964 trafen die Brüder Schaeffler die Entscheidung, sich in der Firma Lamellen- und Kupplungsbau August Häussermann maßgeblich zu engagieren und gründeten 1965 das Unternehmen LuK Lamellen- und Kupplungsbau GmbH im badischen Bühl. Gleich mit dem ersten innovativen Produkt - einer Tellerfeder-Kupplung für VW setzte sich das Unternehmen an die technologische Spitze in diesem Markt. LuK gehört seit 1999 vollständig zu Schaeffler. LuK, Spezialist für den Antriebsstrang, ist einer der weltweit größten Kupplungshersteller und heute Kern des Unternehmensbereichs Getriebesysteme. 2001 übernahm Schaeffler die FAG Kugelfischer AG & Co. KG in Schweinfurt und erweiterte sein Wälzlagerportfolio deutlich. Schaeffler ist seitdem zweitgrößter Wälzlagerhersteller der Welt. Fünf Jahre später wurden FAG und die INA-Schaeffler in der Schaeffler KG zusammengefasst. Weitere Unternehmen und Marken wie Barden, Hydrel, IDAM oder Schaeffler Engineering runden das Portfolio der Schaeffler-Gruppe ab.
Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 kamen Standorte in Osteuropa und in Asien hinzu. Heute hat Schaeffler mit rund 170 Standorten in mehr als 50 Ländern ein weltweites Netz aus aktuell 74 Produktionsstandorten sowie Forschungs- und Entwicklungszentren und Vertriebsgesellschaften.