
Komplettsystem für die Kleinstteilezuführung
Kleinstteile sind Einzelteile und Baugruppen, deren Abmessungen zumindest im Ein-Zehntel-Millimeter- oder im noch kleineren Millimeterbereich liegen. Mini-Reißverschlusskrampen, Drahtringe, elektronische Bauelemente oder Glühwendeln für Präzisionslampen sind konkrete Beispiele. Dabei spielen fördergutspezifische Einflussfaktoren eine entscheidende Rolle: Werkstoff, Rauigkeit und Elastizität der Teiloberfläche, Steifigkeit der Teile, Geometrie und besonders das Schwerpunktverhalten. Diese Faktoren werden zusätzlich durch unsymmetrische Konturen und Dimensionen in allen Achsen stark beeinflusst. Gleiches gilt auch für mechanische Toleranzen sowie magnetische und elektrostatische Eigenschaften. Außerdem können das Adhäsionsverhalten und die Härte der Teile die Zuführungstechnik erschweren. Zum Beispiel ein kleiner Silikondichtring, der wenig steif und kaum elastisch aber klebrig ist und stark zur elektrostatischen Aufladung neigt, ist schwer zuführbar. Grundsätzlich haben genannte Einflussfaktoren in der Zuführtechnik generell Gültigkeit, wirken sich aber bei Kleinstteilen noch verstärkt aus. Daraus resultieren Anforderungen an Zuführsysteme für Kleinstteile: Die Teile erfordern entsprechend kleine Schwingweiten der Förderer, eine feine Fördercharakteristik und einen minimalen Mikrowurf. Neben der beherrschten Schwingungs- und Antriebstechnik ist die hohe Präzision bei der mechanischen Fertigung von Zuführeinrichtungen eine tragendes Element, etwa bei den Fördertöpfen: Basis ist die 3D-CAD-gestützte Konstruktion der Sortiereinrichtungen. Die Fertigung auf Fünf-Achsen-CNC-Hochleistungsbearbeitungszentren sorgt für die notwendige Präzision, so dass am Ende hochqualitative, zuverlässige und durchgehend reproduzierbare Zuführsysteme verfügbar sind.
