Kugeltragbolzen
Pneumatischer Tragbolzen integriert
Ein pneumatisch bedienbarer, selbstsichernder Kugeltragbolzen ermöglicht die nahtlose Integration in Roboter- und Handlingsysteme. Das modulare Tragelement sorgt für sicheres Heben, präzises Positionieren und automatisiertes Handling großer Bauteile, selbst in schwer zugänglichen Bereichen.
Der neue Praxishelfer für die automatisierte Fertigung von Erwin Halder hat auf der EMO 2025 Premiere gefeiert. Der selbstsichernde Kugeltragbolzen lässt sich pneumatisch bedienen und in Roboter- und Handlingsysteme integrieren. Entwickelt wurde das Tragelement für Anwendungen, bei denen Bauteile sicher bewegt, präzise positioniert und dabei möglichst wenig manuell eingegriffen werden soll.
"Für viele Unternehmen ist Automatisierung der Schlüssel zu einer wirtschaftlichen Fertigung. Dazu zählt selbstverständlich auch das Heben, Transportieren und Positionieren von Bauteilen – und das möglichst ohne manuelle Eingriffe. Je einfacher das geht, umso weniger Fehlerpotenzial ist vorhanden. Oder: Bei sehr großen Bauteilen ist eine Bedienung per Hand kaum realisierbar beziehungsweise nur mit erheblichem Aufwand. Genau bei solchen Fällen setzt unser neuer Kugeltragbolzen an: Er ist pneumatisch bedienbar, selbstsichernd und einfach zu integrieren", erläutert Jürgen Rothmund, technischer Vertrieb bei der Erwin Halder.
Was auf den ersten Blick nach einem simplen Detail klingt, macht in der Praxis einen großen Unterschied: Statt manuell wie bei den bewährten Varianten über den Druckknopf entriegelt zu werden, lösen sich die Kugeln am unteren Ende des Bolzens mittels Druckluft. Das Betätigungsmodul, ein Einwegeventil, ist fest mit dem Bolzen verbunden. Fällt der Luftdruck weg, ob geplant oder ungewollt, rasten die Kugeln über Federdruck selbstständig wieder ein. Damit bleibt die Last gesichert, auch wenn zum Beispiel eine Leitung bricht.
Ideal für Robotersysteme und schwer zugängliche Bereiche
Dank der pneumatischen Steuerung kann die Entriegelung bequem aus der Ferne erfolgen. Damit eignet sich das System besonders für das automatisierte Heben, Transportieren und Positionieren großer Bauteile – selbst dann, wenn das Tragelement außerhalb der Reichweite des Bedienpersonals liegt. Der Kugeltragbolzen lässt sich über einen Flansch am Betätigungsmodul mit vier Schrauben etwa an Roboterarmen oder an Lasttraversen montieren.
Über ein integriertes Kabel kann die Stellungsposition an die Maschinensteuerung übermittelt werden. "Gerade in automatisierten Prozessen ist Transparenz entscheidend. Mit der Stellungsanzeige sieht das Bedienpersonal auf einen Blick, ob alles im grünen Bereich ist und kann sich voll auf den Prozess konzentrieren", erklärt Jürgen Rothmund.
Der Bolzen und der Schäkel bestehen aus robustem, manganphosphatiertem Vergütungsstahl sowie aus ausscheidungsgehärtetem rostfreiem Stahl, das Gehäuse ist aus leichtem, blau eloxiertem Aluminium gefertigt. Die Feder aus rostfreiem Stahl sorgt für den nötigen Rückstellmechanismus. Der neue Kugeltragbolzen ist in Durchmessern von 8 bis 13,8 mm mit unterschiedlichen Längen von 10 bis 75 mm, abhängig von Ausführung erhältlich. Aufgrund der modularen Bauweise sind auf Kundenwunsch auch Sondergrößen möglich.









