Branchenevent in Hohenems

Annina Schopen,

Meusburger Konstrukteurstreffen zeigt Trends im Werkzeugbau

Rund 80 Fachleute aus Formenbau und Stanzwerkzeugbau kamen zum Konstrukteurstreffen von Meusburger zusammen. Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung standen Vorträge und Diskussionen zu aktuellen Entwicklungen in Konstruktion, Fertigung, Simulation, Werkstoffen, Sensorik und Digitalisierung.

Fachvorträge zu aktuellen Entwicklungen in Konstruktion, Fertigung und Digitalisierung vermittelten Know-how zur Prozessoptimierung im Werkzeugbau. © Meusburger

Meusburger hat am 1. und 2. Juli am Standort Hohenems wieder zu seinem Konstrukteurstreffen geladen, und rund 80 Fachleute aus Formenbau und Stanzwerkzeugbau sind der Einladung gefolgt. Zwei Tage lang drehte sich alles um die Frage, wie sich Prozesse in der Branche weiter optimieren lassen – von der Konstruktion über Fertigung und Simulation bis hin zu Werkstoffen, Sensorik und Digitalisierung. Genug Stoff also für angeregten fachlichen Austausch.

Den Auftakt am ersten Tag machte der Formenbau. Richard Gane von Servomold widmete sich servoelektrischen Bewegungen im Spritzgießwerkzeug, bevor Martin Nikel von Hermle Maschinenbau die unternehmenseigene MPA-Technologie als additive Dienstleistung für die Fertigungsindustrie vorstellte. Wie Simulation schon in frühen Entwicklungsphasen helfen kann, Werkzeugkonzepte abzusichern, zeigte anschließend Thomas Mann von Plexpert auf.

Am Nachmittag ging es dann für die Teilnehmenden nach Wolfurt: Bei einer Betriebsbesichtigung am Hauptsitz des Normalienherstellers gab es Einblicke in die laufende Produktion. Im Anschluss erklärte Dr. Thomas Mitterlehner von Moldsonics, wie sich mit Ultraschallsensorik der optimale Entformungszeitpunkt direkt im Werkzeug bestimmen lässt. Den fachlichen Teil des Tages beschloss Manfred Faßnacht von Meusburger mit einem Vortrag darüber, welche Rolle standardisierte Normalien für wirtschaftliche Werkzeugkonzepte spielen. Ausklingen ließ man den Tag dann bei einem gemeinsamen Abendessen in der Vorarlberger Museumswelt, wo für die fachlichen Gespräche in entspannter Runde weitergeführt wurden und sich auch die eine oder andere neue Kontakt ergab.

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Betriebsbesichtigung am Meusburger Hauptsitz in Wolfurt © Meusburger

Der zweite Tag gehörte dem Stanzwerkzeugbau. Sebastian Denz von Stampack eröffnete mit einem durchgängigen digitalen Workflow vom Streifenbild bis zur fertigen Werkzeugkonstruktion, während Michael Wenk von WKK Kaltbrunn anhand konkreter Anwendungsbeispiele zeigte, was moderne Folgeverbundwerkzeuge heute leisten können. Tony Britze von Oerlikon Balzers Coating brachte aktuelle Beschichtungslösungen für Stanz- und Umformwerkzeuge ein, bevor Thomas Weber von Marposs Monitoring Solutions intelligente Monitoring-Lösungen für Folgeverbundwerkzeuge und Pressen präsentierte.

Nach der Betriebsbesichtigung widmete sich Markus Peter von Hirschmann Automotive der Frage, welche Rolle Simulation, künstliche Intelligenz und Akustik künftig im Werkzeugbau spielen werden. Den fachlichen Abschluss bildete Thomas Enz von Meusburger, der aktuelle Entwicklungen bei pulvermetallurgischen Stählen vorstellte und erläuterte, worauf es bei der anwendungsgerechten Werkstoffauswahl ankommt. Ausklingen ließ man auch diesen Tag gemütlich – mit einer Fahrt im historischen Rheinbähnle und einem gemeinsamen Abendessen.

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