Produktionsstandorte und Lieferketten
Airbus übernimmt Standorte von Spirit AeroSystems und integriert 4000 Beschäftigte
Airbus SE hat die Übernahme mehrerer industrieller Standorte von Spirit AeroSystems abgeschlossen. Die Transaktion betrifft Produktionsstätten und Aktivitäten, die direkt den Verkehrsflugzeugprogrammen des Konzerns zugeordnet sind.
Mit dem Abschluss des Deals erweitert Airbus seine industrielle Basis entlang zentraler Produktionsschritte. Mehr als 4.000 Beschäftigte wechseln im Zuge der Übernahme zu Airbus.
Florent Massou, Executive Vice President Operations im Geschäftsbereich Commercial Aircraft, bezeichnete den Abschluss als wichtigen Einschnitt für den Konzern:
„Dieser Meilenstein markiert für uns alle bei Airbus einen besonderen Moment. Wir sind stolz darauf, über 4.000 neue Kolleginnen und Kollegen willkommen zu heißen, mit denen wir ein neues Kapitel in unseren industriellen Aktivitäten aufschlagen, indem wir Aufgaben von kritischer Bedeutung für unsere Verkehrsflugzeugprogramme übernehmen.“
Welche Standorte Airbus übernimmt
Mit der Transaktion gehen mehrere bisherige Spirit-AeroSystems-Standorte in das Eigentum von Airbus über. Sie werden organisatorisch in bestehende Airbus-Strukturen integriert oder als neue Einheiten weitergeführt.
Kinston, North Carolina (USA)
Der Standort fertigt Rumpfsektionen für das Langstreckenflugzeug A350 und firmiert künftig als Airbus Aerosystems Kinston.
Saint-Nazaire, Frankreich
Ebenfalls spezialisiert auf A350-Rumpfsektionen. Der Standort wird Teil von Airbus Atlantic Cadréan.
Casablanca, Marokko
Hier werden Komponenten für die Programme A321 und A220 produziert. Der Standort wird unter dem Namen Airbus Atlantic Maroc Aero weitergeführt.
Belfast, Nordirland
Die Produktion von A220-Flügeln sowie des A220-Mittelrumpfs wird künftig unter der Bezeichnung Airbus Belfast geführt.
Prestwick, Schottland
Der Standort fertigt Flügelkomponenten für die Programme A320 und A350. Er wird als verbundenes Unternehmen unter dem Namen Prestwick Aerosystems weitergeführt.
Darüber hinaus verlagert Airbus die Produktion von A220-Pylonen. Diese wird aus Wichita, Kansas, abgezogen und an den Standort Saint-Eloi in Toulouse transferiert.
Finanzielle Regelungen
Im Rahmen der Übernahme erhält Airbus eine Ausgleichszahlung in Höhe von 439 Millionen US-Dollar. Der Betrag unterliegt den üblichen Kaufpreisanpassungen sowie einer nachträglichen Überprüfung nach Abschluss der Transaktion.
Zusätzlich erhält Airbus weitere Zahlungen zur Begleichung von Verpflichtungen, die sich aus den Kaufvereinbarungen ergeben.
Einordnung
Mit der Übernahme integriert Airbus mehrere bislang externe Produktionsbereiche in die eigene industrielle Organisation. Ziel ist es, Aktivitäten von zentraler Bedeutung für die Verkehrsflugzeugprogramme künftig direkter zu steuern und enger in die eigenen Produktionsprozesse einzubinden.









