Digitale Transformation
Digital Adoption als Chance für die industrielle Produktion
Der produzierende Mittelstand in Deutschland hat es nicht leicht: Fachkräftemangel, geopolitische Konflikte und damit verbundene Lieferschwierigkeiten und Inflation sind nur einige Herausforderungen eines zunehmend komplexen und unsicheren Umfelds.
Hinzu kommt der Druck zur Umsetzung der Digitalen Transformation – wobei sich hier eine hohe Diskrepanz zwischen Großkonzernen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen beobachten lässt. Gerade im Bereich der industriellen Produktion ist eine erfolgreiche Digitalisierung jedoch essentiell, um die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich gewährleisten zu können.
Die Digitale Transformation bringt grundlegende Veränderungen der Produktionsprozesse auf allen Ebenen mit sich. Integrierte Systemlösungen wie MES- und ERP-Systeme sowie der Einsatz von KI-Technologien nehmen damit erheblichen Einfluss auf die moderne industrielle Fertigung.
Warum zahlen sich IT-Investitionen nur selten aus?
Insbesondere im Zuge von digital vernetzten Produktionen, kommen Softwarelösungen, die speziell für die industrielle Produktion entwickelt wurden, zum Einsatz. Ihr Ziel ist es, sämtliche Geräte, die in Fertigungsprozessen eingesetzt werden, zu konfigurieren, zu verwalten und zu überwachen. Wie in allen Branchen werden auch in der industriellen Produktion Milliarden Euro in neue Software investiert. Damit das volle Potenzial der Software entfaltet wird und keine Zeit- und Kostenverluste entstehen, müssen Mitarbeiter die Softwareanwendungen beherrschen und verstehen. Doch genau hier liegt das Problem: IT-Investitionen sind häufig Verlustgeschäfte, weil neue Software nicht richtig in die Unternehmensprozesse integriert und von Menschen effizient genutzt wird. Rund 31 Prozent der Mitarbeiter verlieren wöchentlich eine Stunde Arbeitszeit, aufgrund fehlerhafter Bedienung von Software-Programmen (Digital Adoption Report 2022).
Die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, sind weitreichend: von überlasteten IT-Support-Teams, die bei Verständnisproblemen von Software-Anwendungen unterstützen und viel Zeit investieren bis hin zu hohen Kosten und einem rückgängigen Return on Investment. 65 Prozent aller Software-Projekte liefern nicht den erwarteten Wert – schlimmer noch: Rund 4,345,360 US-Dollar betragen die Kosten ungenutzter Software-as-a-Service-Anwendungen pro 1000 Mitarbeiter (basierend auf einer Rechnung aus dem 2024 State of SaaS Usage Report).
Digital Adoption: Die modernste Art der Vermittlung von Software-Kenntnissen
Ein Ansatz für mehr Effizienz sind Digital Adoption Lösungen. Dieser KI-basierte Ansatz unterstützt Unternehmen nicht nur bei der erfolgreichen Nutzung von Software-Anwendungen ihrer Mitarbeiter, sondern deckt gleichzeitig das Potenzial ungenutzter Software auf und macht messbar, wie IT-Anwendungen bereits im Unternehmen genutzt werden. Wie funktioniert das?
Binnen weniger Tage erlangen Führungskräfte und IT-Mitarbeiter einen datenbasierten Einblick über die Effektivität und Effizienz aller eingesetzten Software-Programme. Das Münchner Software-as-a-Service Unternehmen Userlane hat mit dem „HEART“-Framework nach den fünf Kriterien Happiness, Engagement, Adoption, Retention und Task Success das weltweit erste standardisierte Digital Adoption Modell entwickelt. Dabei wird festgestellt, wie aktiv Nutzer mit der Anwendung agieren (Engagement), wie umfassend sie sie nutzen (Adoption), wie häufig sie zur Anwendung zurückkehren (Retention) und ob sie ihre Aufgaben erfüllen (Task Success). Durch Umfragen wird erläutert, wie sehr Nutzer mit der Anwendung zufrieden sind (Happiness). Dadurch erhalten Unternehmen eine volle Übersicht über die Performance ihrer Mitarbeiter – beispielsweise auch, ob Software vollumfänglich genutzt wird oder Workarounds geschaffen wurden. Dadurch ist frühzeitig erkennbar, wo Zeit- und Kostenverluste im Umgang mit dem Software-Portfolio entstehen. Durch die gewonnenen Erkenntnisse können fundierte strategische Entscheidungen getroffen, Kosten für nicht verwendete Applikationen eingespart und ein höherer Return of Investment (ROI) erzielt werden.
Im nächsten Schritt bieten Digital Adoption Lösungen die Möglichkeit, KI-basiert Echtzeit-Support in die genutzten Anwendungen zu integrieren, um Mitarbeiter direkt im Arbeitsprozess zu unterstützen. Wann immer ein Mitarbeiter eine Software Hilfe benötigt, werden zu allen Arbeitsschritten Hilfestellungen angeboten. Dies ist vor allem bei Software, deren Potenzial noch nicht vollständig ausgeschöpft ist, sinnvoll. Damit können Investitionen für Training und Support eingespart und effizient eingesetzt werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der IT-Support eines Unternehmens entlastet wird und sich wieder auf die wesentlichen Aspekte seiner Arbeit konzentrieren kann.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass durch Digital Adoption-Lösungen die Verbesserung der digitalen Akzeptanz sowie der digitalen Performance der Mitarbeiter ermöglicht werden und Industrieunternehmen ihre Ziele zur erfolgreichen Bewältigung der Digitalen Transformation erreichen und sogar übertreffen können. Eine Chance, dass kleine und mittelständische Unternehmen in der industriellen Produktion die Lücke zwischen ihnen und Großkonzernen aufschließen. Nur so kann langfristig die Effizienz der Produktion und die Wettbewerbsfähigkeit gewährleistet werden.
Hartmut Hahn, CEO des Software-as-a-Service-Unternehmens Userlane.









