Blick nach vorn
Mobile Lösungen liegen im Trend
Anlagensicherheit und Zutrittskontrolle sind in der Industrie nicht nur in Bezug auf die Sicherheit der Mitarbeitenden oder Diebstahlschutz wichtig, sondern dienen auch dem Schutz von geistigem Eigentum. Dennis Johe, Head of Business Development & Presales Management PEU bei Assa Abloy, erzählt, welche Sicherheitssysteme sich für welche Anforderungen lohnen.
Mechanische Sicherheitssysteme oder schlüssellose Systeme – wohin geht der Trend für Industrie-Unternehmen?
Der Markt für Zutrittskontrollsysteme wird immer offener für neue Technologien. Traditionelle Zutrittsmethoden werden zunehmend durch elektronische und drahtlose Lösungen ersetzt. Ein Grund hierfür liegt darin, dass solche Konzepte ihren Nutzern und Administratoren deutlich mehr Flexibilität, Prozesssicherheit und Bedienkomfort bieten, als dies durch rein mechanische Sicherheitssysteme erreichbar wäre. Neben cloudbasierten Verwaltungssystemen und Bluetooth Low Energy (BLE) gewinnt die Nutzung mobiler Lösungen, bei denen etwa das Smartphone zum Berechtigungsnachweis verwendet wird, an Bedeutung. Für die Industrie stehen neben den vergleichsweise attraktiven Kosten und der Nachhaltigkeit einer solch kartenlosen Lösung vor allem Sicherheitsfaktoren im Vordergrund. So schafft das Smartphone, für dessen Nutzung eine weitere Authentifizierungsmethode zur Entsperrung erforderlich ist, eine zusätzliche Sicherheitsebene.
Assa Abloy bietet mit eCliq eine elektronische Schließanlage mit cloudbasierter Verwaltung an. Welche Vorteile bietet diese Lösung?
Wir stellen einen wachsenden Bedarf an ganzheitlichen elektronischen Schließlösungen fest. Ein System wie eCliq schlägt dabei die Brücke zwischen den beiden Welten mechanische Schließanlage (physische Sicherheit) und Zutrittskontrolle (digitale Sicherheit). Der hohe Schutz, den eCliq gegen Manipulation und intelligente Angriffe bietet, macht diese Lösung auch für den wachsenden Kreis von Branchen und Unternehmen attraktiv, die mittlerweile als kritische Infrastrukturen eingestuft werden. Individuelle und gruppenspezifische Zutrittsberechtigungen einer Schließanlage lassen sich mit dem Cliq-Web-Manager über eine Online-Plattform verwalten. Der Vorteil einer solchen Cloud-Lösung ist, dass auch Objekte mit vielen Schlüsseln und weit verstreuten Standorten mit geringem Aufwand sicher verwaltet werden können.
In Zeiten von Co-Working-Areas, wechselnden Projektteams und globalen Netzwerkpartnern ändern sich die Ansprüche an die Sicherheitssysteme. Welche Möglichkeiten gibt es hier inzwischen?
Der Trend geht eindeutig zu modular aufgebauten digitalen Systemen, in denen Schließmedien zum Einsatz kommen, die dem aus der IT-Sicherheit bekannten Need-to-know-Prinzip entsprechen: Zutrittsrechte werden auf Türen oder Bereiche beschränkt, die eine Person nutzen können muss, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Je nach Zutrittsberechtigung lassen sich auf diese Weise mit einem elektronischen Schließmedium Türen, Spinde, Serverräume, Aktenschränke und vieles mehr öffnen. Durch die Scala-Cliq-Integration steht hier etwa eine Lösung bereit, mit der eine elektronische Schließanlage mit einer Zutrittskontrolle in einer einzigen Benutzeroberfläche verwaltet werden kann.
Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 10/23









