Meinung
Beim Zugreifen …
… sehr geehrte Leserinnen und Leser, ist die menschliche Hand in ihrer universellen Leistungsfähigkeit und Sensitivität ungeschlagen und jeglichem existierenden Werkzeug überlegen.
Unsere Fünffingerhand kann eine unglaubliche Anzahl hochkomplexer Einzelgriffe leisten – ohne dass wir uns darüber Gedanken machen müssen. Unsere ureigene biologische Handhabungstechnik ist einzigartig! Die Augen-Hand-Koordination greift vorzüglich – gezielt, sicher, zuverlässig, flexibel. Wir können äußerst zupackend agieren – etwa beim Heimwerkern oder beim Klettern, und mit demselben Werkzeug handhaben wir Zartes und Zerbrechliches. Das macht uns so schnell keiner nach! Aber wir haben auch unsere Grenzen – zum Beispiel die Temperaturfähigkeit, Positioniergenauigkeit und Tragkraft. Winzige Miniaturwerkstücke machen uns Probleme, aber auch große, sperrige Teile. Hier hilft die Technik weiter: Sie nimmt sich die Fähigkeiten unserer Hand als flexibles Greiferwerkzeug zum Vorbild und adaptiert es an die jeweiligen Aufgaben. In dieser Ausgabe fokussieren wir das Thema Greifer in unserem Special. Hier schreitet die Entwicklung rasant voran – benötigen doch die Roboter, die zunehmend aus den Zellen entlassen werden, auch kollaborierende Endeffektoren. Und die fortschreitende industrielle Automatisierung flexible Handlingwerkzeuge für Großes, Kleines, Schweres, Leichtes. Den Sprung in die 4.0-Welt des Greifens leisten die Hersteller auf vielfache Weise – mit elektro-pneumatischen Hybridgreifern, mit flexiblen Greiferfingern, die verschiedene Werkstückdurchmesser erkennen, mit Spannstellungsabfragen per Sensorik, mit Konturabfragen via Bilderkennung, mit Greifern aus additiver Fertigung. Klar, dass handling an diesem unserem Kernthema so nah dran ist und bleibt wie sonst kein Fachmagazin!
Ich grüße Sie herzlich,
Ihre
Petra Born
Chefredakteurin handling









