Arbeitsstühle
Der Mensch als Maß aller Sitze
Für das sichere Sitzen müssen Arbeitsstühle anpassungsfähig sein, unterstützen und Bewegungsfreiheit bieten. All diese Anforderungen lassen einen normalen Drehstuhl zu einem durchdachten Konstrukt werden, das Werksitz seit 35 Jahren entwickelt und verbessert. Das Unternehmen fertigt Drehstühle unter anderem für Industrie, Handwerk, Labor, Reinräume und ESD-Bereiche. Die jüngsten ergonomischen Erkenntnisse flossen in die Entwicklung der Klimastar-Serie, die sich durch ein angenehmes Mikroklima auszeichnet.
Er | go | no | mie, die; - (Erforschung der Leistungsmöglichkeiten und optimalen Arbeitsbedingungen des Menschen) – so wird im Duden das aus den altgriechischen Wörtern „ergon“ für Arbeit und „nomos“ für Regel zusammengesetzte Wort theoretisch erklärt. Einen deutlich praktischeren Ansatz verfolgen die Konstrukteure bei Werksitz, wie ein Blick in das Prüflabor des Herstellers für Arbeitsdrehstühle zeigt. Dort helfen ein 3D-Vermessungsplatz, ein Prüffeld für dynamische Biege-Wechsel-Prüfungen sowie - zur Ermittlung der Standsicherheit – ein Prüfstand für Falltests und eine Universalprüfmaschine für eine Belastung mit maximal 2.000 kg bei der Entwicklung von ergonomischen Arbeitsstühlen. Diese sollen nicht nur stabil sein, sondern auch das dynamische Sitzen fördern, durch hohe Rückenlehnen den oberen Rückenbereich stützen, die Wirbelsäule entlasten und den Nierenbereich schützen.
Die neigungsverstellbare Sitzfläche zeichnet sich in ihrem Zusammenspiel mit der Lehne durch eine bewegungssynchrone Verlagerung des Drehpunkts aus, die - ganz nebenbei - den sogenannten Hemdauszieh-Effekt verhindern soll. Durch die funktionale Gestaltung und Anordnung der Verstellmöglichkeiten lässt sich die Sitzposition mit wenigen Handgriffen anpassen. Aufgrund dieser Konzeption und der vorteilhaften Druckverteilung können sich nach Angaben der Entwickler nicht nur die Bandscheiben regenerieren, auch die Blutzirkulation und die Nährstoffversorgung verbessern sich, wodurch wiederum Konzentration und Leistungsfähigkeit gesteigert wird.
Speziell beim Klimastar-Modell sorgen durchgängig perforierte Sitz- und Lehnflächen zudem für eine ständige Luftzirkulation und damit für ein angenehmes Sitzklima. Das belegen auch Untersuchungen des Lehrstuhls für Ergonomie an der TU München. Diese ergaben, dass aufgrund der besonderen mikroklimatischen Eigenschaften sowohl der feuchte als auch der trockene Wärmetransport im Vergleich zu unperforierten Sitzflächen deutlich besser funktioniert. Da speziell im Mehrschichtbetrieb die Hygiene wichtig ist, zumal wenn produktionsbedingt viel Staub in der Luft ist, lassen sich die abnehmbaren Polster auf die Umgebungsbedingungen abstimmen, wechseln und bei Bedarf reinigen.
Das Baukasten-Prinzip der Werksitz-Stühle bietet eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten der einzelnen Komponenten und erlaubt diverse Zusatzausstattungen zur Anpassung an den Einsatzbereich und den einzelnen Benutzer. So sind Lehnen in verschiedenen Formen und Größen, aus Holz oder mit Bezügen aus dem von Werksitz entwickelten PUR-Integralschaum - auch in Visko-Qualität mit thermosensitiven Eigenschaften - möglich. Ebenso erhältlich sind unter anderem ein atmungsaktiver 3D-Wabenstoff oder atmungsaktives, für den Reinraum auch desinfektionsmittelbeständiges Kunstleder.
Bei Bedarf können die Stühle zusätzlich mit einer Kopfstütze und mit Rollen, Gleitern oder Tellerfüßen ausgestattet werden. Die verchromten oder pulverbeschichteten Stuhlsäulen sind in unterschiedlichen Größen sowie auf Wunsch auch mit Überrohr, Dreharretierung oder Fußring beziehungsweise -stütze erhältlich und über eine Gasdruckfeder höhenverstellbar. Armlehnen können starr, höhenverstellbar oder mit 3D-Multifunktion montiert werden - auch nachträglich. Da alle Teile geschraubt oder gesteckt werden, lassen sich die einzelnen Elemente individuell beziehungsweise firmenspezifisch gestalten und bei Bedarf austauschen. Für die Arbeit mit elektrostatisch gefährdeten Bauelementen ist der Klimastar auch in einer elektrisch-leitfähigen Ausführung zur Ableitung der statischen Ladung nach EN 61340-5-1 erhältlich. cs










