Zerspanen

Geforscht

Wann welche fertigungstechnischen Alternativen bestehen, was Werterhaltung und Verfügbarkeit durch Kundendienst bedeutet und dass Automation für die Produktivität unerlässlich ist, erfuhren die Besucher des Technikforums von Agie Charmilles. Gerade beim Thema Automation wird deutlich, wie wichtig qualifizierte Fachleute sind. Sie müssen dafür sorgen, dass bedienerlos weitergearbeitet wird, wenn ihre tägliche Arbeitszeit endet und der Betrieb prozesssicher "weiterlaufen" soll. Das ist bei der Funkenerosion etwas einfacher als beim Fräsen, weil das Fräswerkzeug, vor allem bei kleinen Durchmessern, das schwächste Glied in der Kette bleibt, trotz intensiver Werkzeugentwicklungen bei den Herstellern. Kleine und zu kleine Werkzeugdurchmesser und die Hartbearbeitung sind wichtige Gesichtspunkte bei der Kombination Fräsen/Erodieren. Der Einsatz neuer Technologien - kombiniert mit fortschrittlichen Bearbeitungsstrategien und automatischen Fertigungsabläufen - kann gute Ergebnisse erzielen und die Wettbewerbsfähigkeit steigern.

Bei den Fräsmaschinen oder Bearbeitungszentren werden die volumenorientierten Maschinen der Baureihe HPM und die für die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung ausgelegten HSM-Maschinen einander angenähert. So bietet sich dem Anwender eine Maschine wie die Mikron HPM 800U HD, die sowohl die Stabilität zum Hochleistungsschruppen wie auch die Dynamik für die Fünf-Achs-Simultan-Bearbeitung hat. Oberflächen, die wie poliert sind (Ra = 0,025 µm), werden der Hochgeschwindigkeitsbearbeitung auf Maschinen HSM vorbehalten bleiben. Sie gründen auf stabile O-förmige Polymerbeton-Maschinenständer, Wärmeausgleich, leichte bewegte Massen, Linearantriebe, Step-Tec-Spindeln mit 42.000 min-1 und auf Rekalibrierung - und haben ihren Preis. Forschung und Entwicklung erweitern immer wieder die Einsatzmöglichkeiten. Ein Beispiel dafür ist die weiße Schicht auf der Oberfläche funkenerosiv bearbeiteter Teile. Sie galt über Jahrzehnte als Ursache für mögliche Mikrorisse und war der Hemmschuh für die Anwendung an Turbinenschaufeln sowie in der Luft- und Raumfahrt. Die Verfahrensentwicklung hat dazu geführt, dass weiße Schichten heute gegen Null gehen. ee

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