Zerspanen

Für attraktive Stückpreise

Seit fast zwei Jahrzehnten agiert der Full-Service-Dienstleister M. Knake am Markt und fertigt einzelne Blechteile oder komplette Baugruppen. Um den Anforderungen nach attraktiven Stückpreisen gerecht zu werden, vertraut das Unternehmen auf die Blechbearbeitungsmaschinen von Trumpf. Welche im Einzelnen das sind, offenbart ein Blick hinter die Hallentore.

Der Full-Service-Dienstleister M. Knake deckt sämtliche Technologien ab: Laserschneiden und -schweißen, Stanzen, Nibbeln, Biegen, Schweißen, Oberflächenbehandlung und Baugruppenfertigung sowie Baugruppenmontage.

Direkt am Eingang von Halle 4 steht ein fein strukturiertes Gehäuse für einen Augenlaser. Am Ende der Halle geht es robuster zu: Dort schweißen einige Mitarbeiter Fahrerkabinen für Radlader. „Unsere Kernkompetenz ist die Blechbearbeitung — wir decken alle Aspekte ab“, betont Michael Knake, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens, und listet die fünf Säulen seiner Fertigung auf: Lasern, Stanzkombi-Bearbeitung, Biegen, Schweißen und Oberflächen-Behandlung. Er ist offen für alle Branchen. Das Spektrum reicht von Teilen für die Medizintechnik bis zu vormontierten Baugruppen für Kartoffelroder. „Wir wissen nicht, was morgen von uns verlangt wird. Mit unserer breiten Aufstellung können wir Risiken minimieren und schnell umschwenken, falls es einer Branche nicht so gut geht.“

Wenn Michael Knake so zwischen seinen 2-D-Laserschneidanlagen und Stanz-Laser-Maschinen steht, erscheint ihm die Unternehmensgründung im Jahr 1990 fast surreal: „Ich hatte damals nur gebrauchte Maschinen: Ständerbohrmaschinen, eine klapprige Schlagschere und ein betagtes Schutzgasschweißgerät.“ Auf den alten Maschinen fertigte der Werkzeugmachermeister Prototypen – sie überzeugten; die Kunden wollten mehr. Dann ging es Schlag auf Schlag: Neue Mitarbeiter, neue Maschinen, schließlich baute Knake 1995 die erste eigene Halle, heute Halle 1. Hier steht er jetzt neben seiner Tru Matic 7000 und berichtet, welche Rolle der 1995 gekaufte Urahn der Maschine bei der Entwicklung seines Unternehmens gespielt hat: „Die Kombimaschine Trumatic Laserpress 260 von Trumpf war die Basis für unser Wachstum“, so Knake. „Damit konnten wir höhere Losgrößen zu einem attraktiven Stückpreis fertigen und uns noch besser positionieren.“

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Er geht weiter zur Halle 2. Im Jahr 2000 gebaut, bot sie den Platz für die Ergänzung des Maschinenparks durch zwei Schutzgasschweißroboter und eine Tru Laser Cell 1005 Laserschweißzelle. „Ich wollte mich möglichst breit in der Fertigungstechnik aufstellen, um alle Anforderungen der Kunden erfüllen zu können“, sagt Knake und ergänzt mit einem Schmunzeln: „Außerdem war ich es leid, Bauteile für einzelne Bearbeitungsschritte zu anderen Unternehmen zu fahren.“ Sämtliche Lasermaschinen hat er mit automatischen Be- und Entladesystemen ausgestattet.

In Halle 2 steht die jüngste Anschaffung des Unternehmens: eine Tru Laser 5030 fiber. Der Festkörperlaser ist der nächste Technologieschritt. Für Blechstärken bis drei Millimeter ist die Festkörperlasermaschine sehr schnell. Ein Blick in Halle 3 gewährt einen Eindruck in verschiedene Schweißverfahren und Oberflächenbehandlungen.

Rohstoff für schnelles Reagieren

Der Rohstoff für die Flexibilität liegt in Halle 5 — dem Wareneingang. „Wir bevorraten im Schnitt 800 bis 900 Tonnen an Blechen in rund 270 Formaten“, sagt Knake. Viel gebundenes Kapital. Aber damit kann er auf jeden Auftrag schnell reagieren. In Halle 6 zeigt der Unternehmer schließlich das letzte, noch fehlende Fertigungsverfahren: das Abkanten. Neun Biegemaschinen stehen hier, ein Großteil aus Ditzingen. „Trumpf ist breit aufgestellt und deckt fast alle Bereiche der Blechbearbeitung ab. Das passt gut zu uns“, so Knake. Maschinen aus einer Hand haben zudem einen ganz praktischen Vorteil: „Die Software zur Programmierung ist kompatibel – ob für Biege-, Laser- oder Kombimaschine.“

Auf dem Weg in die Halle 7, dem Fertigwarenlager, erklärt Knake, dass zu einer erfolgreichen Lohnfertigung heute mehr gehört als ein guter Maschinenpark. „Die Ansprüche unserer Kunden an die Logistik sind in den letzten Jahren gestiegen“, betont er und nennt Stichworte wie Abrufaufträge, Just-in-time-Lieferung oder das Bevorraten von Reserve-Losgrößen, falls eine Ersatzlieferung nötig sein sollte. Um dem gerecht zu werden, baute er die 2.500 Quadratmeter große Halle mit 2.300 Regalplätzen. Drei eigene Lkw und ein Transporter sorgen für eine flexible, von Spediteuren unabhängige Belieferung der Kunden.
Auf dem Rückweg zeigt uns Michael Knake schnell noch eine Maschine, die auf den ersten Blick so gar nicht in den hochmodernen Maschinenpark passt: Eine Stanzmaschine, die mindestens 30 Jahre auf dem Buckel hat. „Das ist meine erste Maschine, mit der 1990 alles begann. Eine Kombimaschine aus Profil- und Stabstahlschere und Lochstanze.“ Michael Knake wird einen Moment nachdenklich. „Damals hätte ich mir nicht träumen lassen, was daraus wird.“ Was entscheidend war für dieses Wachstum? „Es ist nicht ein Faktor, der uns dahin gebracht hat, wo wir heute sind. Es ist die Summe einer Vielzahl von Faktoren.“ Und nach einem Moment der Stille sagt er: „Ein bisschen Glück gehört auch dazu.“ ee

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