Zerspanen

Handwerk und Hightech

Leimbinder ist ein Hightech-Holzwerkstoff der Zukunft, der mit sehr hoher Genauigkeit gefertigt werden muss. Mit der Unterstützung durch das LAP Laserprojektionssystem Wood Pro lassen sich mit damit Tragwerkskonstruktionen in nahezu jeder Form und Größe deutlich wirtschaftlicher herstellen - so beispielsweise bei Derix auf der derzeit größten CNC-Holzbauanlage der Welt.
Am Standort Westerkappeln produziert Derix die Leimbinder auf der mit 80 Metern Länge größten CNC-Holzbauanlage der Welt. Sie ist seit der Inbetriebnahme mit LAP Lasertechnik ausgestattet.

Immer häufiger finden wir Holz als tragendes Element in Dachkonstruktionen nicht nur im Hausbau, sondern auch in sehr großen Hallenkonstruktionen. Eingesetzt werden vor allem Leimbinder, auch Bogenbinder genannt. Es handelt sich um ein so genanntes Brettschichtholz mit einem geringen Eigengewicht und hoher statischer Festigkeit. Dadurch lassen sich mit Leimbindern außerordentlich große Spannweiten realisieren. Die Balken sind aus mindestens drei Brettlagen in gleicher Faserrichtung zusammengefügt und in Schichten fest miteinander verklebt. Die Träger können in nahezu jeder Form und fast beliebiger Größe hergestellt werden und lassen sich problemlos an Dachneigungen anpassen.

Leimbinderfertigung ist aufwändig

Seit etwa 50 Jahren fertigt das Holzbauunternehmen Derix aus Niederkrüchten bei Düsseldorf den innovativen Baustoff. Das 1925 gegründete Unternehmen ist ausgewiesener Spezialist für Tragwerkskonstruktionen für außergewöhnliche architektonische Ideen. Am Standort Westerkappeln produziert Derix die Leimbinder auf der mit 80 Metern Länge größten CNC-Holzbauanlage der Welt, die seit Inbetriebnahme mit LAP Lasertechnik ausgestattet ist. Derix Produktionsverantwortlicher Gunnar Neubert erinnert sich an die mühsame Leimbinderfertigung vor dem Einsatz von Lasertechnik: "Seit jeher steht Derix für hervorragendes Handwerk. Und auch ohne die Unterstützung der Laser haben wir ziemlich gute Ergebnisse erzielt. Allerdings, mit einem sehr hohen personellen und zeitlichen Aufwand. Vor der Bearbeitung mussten wir die Bauteile komplett mit der Maschine abfahren, um die Konturen zu überprüfen. Während der Bearbeitung musste ein Mitarbeiter neben der Maschine mitlaufen, um die korrekte Lage visuell zu kontrollieren. Ein weiterer Mitarbeiter hat die Maschine bedient."

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Laserprojektoren unterstützen den Fertigungsprozess

Martin Hegemann, zuständig für den Vertrieb Holzindustrie bei LAP: "Die Projektoren ersetzen heute das manuelle Ausmessen und die zeitraubende Kontrolle. Denn wie in allen anderen Branchen, gibt es auch in der Holzindustrie nichts zu verschenken. Immer häufiger setzt die Holzbearbeitung daher Lasertechnik zur Optimierung der Fertigungsprozesse und für Qualitätskontrollen nach den Bearbeitungsprozessen ein." Die hoch genauen Laserprojektoren können den gesamten Fertigungsprozess bei den verschiedensten Anwendungen der Holzbearbeitung unterstützen. Das Wood Pro System projiziert Umrisse und komplexe Konturen auf Arbeitsflächen und Werkstücke.

Datei laden, Projektion, Ausrichten, Bearbeiten

Derix bearbeitet auf der CNC-Holzbauanlage neben Leimbindern auch Brettsperrholz sowie großformatige Wand-, Dach- und Deckenbauteile aus kreuzweise verklebten Massivholzlagen. Die Geometriedaten übernimmt das Lasersystem aus der CAD-Datei und überträgt sie auf die Maschine. Wood Pro ermittelt auch notwendige Korrekturen. Nachdem das Bauteil in die optimale Position gedreht oder verschoben wurde, generiert das Lasersystem die endgültigen Bearbeitungskonturen und beginnt die Bearbeitung. Mit der Lasertechnik ist sogar eine 3D-Projektion bei unterschiedlichen Höhen in einem Binder möglich.

Intelligente Architektur für Kölner Elefantenhaus

Wood Pro ermöglicht die äußerst präzise, schnelle und wirtschaftliche Herstellung traditioneller aber auch ganz neuer Holzkonstruktionen. Das ist ein wichtiger Aspekt für Derix, denn neben geradem Brettschichtholz ist das Unternehmen besonders für Tragwerkskonstruktionen für außergewöhnliche architektonische Ideen bekannt. Für das originelle Dach des Elefantenhauses im Kölner Zoo wurde Derix sogar mit dem Holzbaupreis NRW ausgezeichnet. Das hölzerne Dachtragwerk überspannt das über 3000 Quadratmeter großes Gehege von Kölns beliebtesten Dickhäutern. Die in der Zooarchitektur bedeutende Anlage berücksichtigt die neuesten Erkenntnisse der Elefantenhaltung und war eine Herausforderung für alle Beteiligten. Durch Öffnungen in der Decke und in den Wänden gelangt Tageslicht in den Innenbereich. Die baumförmige und robust ausgeführte Konstruktion imitiert den Lebensraum der Dickhäuter und verzahnt sie intelligent mit der Architektur.

Enorme Zeitersparnis

Ludger Wiegelmann, Produktionsleiter von Derix am Standort Westerkappeln bei Osnabrück ist von der Umstellung überzeugt: "Die Laserprojektoren sind bei den Mitarbeitern sehr gut angekommen. Alle Bediener sind positiv beeindruckt. Die Technik wurde äußerst schnell umgesetzt, integriert und ist aus der Produktion gar nicht mehr wegzudenken. Ohne Laser geht es nicht mehr." Das wundert nicht. Schließlich arbeitet die Produktion außergewöhnlich genau bei gleichzeitig weniger Zeitaufwand. Ludger Wiegelmann weiter: "Der Maschinenbediener kann die Lage des Bauteils flexibel festlegen und gleich mehrere Bauteile positionieren. Das beschleunigt den Prozess enorm. Auch vor der CNC-Anlage in der Leimerei am Pressbett setzen wir Lasertechnik ein. Früher haben wir manuell mit einem Maßband gearbeitet, die höhere Genauigkeit mit den Laserlinien spart heute teures Material." "Beim Auflegen der Teile und der Konturkontrolle an der großen Holzbauanlage liegt die Zeitersparnis durch die Laser pro Bauteil bei etwa drei Minuten. Bei der Ersteinrichtung eines neuen Bauteils ist das noch mal deutlich mehr." lg

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