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Zwischenbericht Schaeffler

Andreas Mühlbauer,

Starkes drittes Quartal 2020

Schaeffler hat seinen Zwischenbericht für die ersten neun Monate 2020 vorgelegt.

Die Schaeffler-Gruppe rechnet für 2020 mit einem Umsatzrückgang von 11,5 bis 13 Prozent gegenüber 2019. © Schaeffler

In diesem Zeitraum erzielte die Schaeffler-Gruppe einen Umsatz in Höhe von 8.971 Mio. Euro (Vorjahr: 10.839 Mio. Euro). Währungsbereinigt ging der Umsatz in diesem Zeitraum insbesondere als Folge des Nachfragerückgangs im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie deutlich um 15,4 Prozent zurück.

Im dritten Quartal verbesserte sich die Nachfrage insbesondere durch eine Belebung in den beiden Automotive-Sparten, sodass der Rückgang im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres nur noch 2,6 Prozent betrug. Maßgeblich für den Umsatzrückgang im Berichtszeitraum war die volumenbedingt rückläufige Umsatzentwicklung in allen drei Sparten.

Die vier Regionen waren unterschiedlich von der Pandemie betroffen. Die Region Greater China konnte aufgrund der im zweiten Quartal in der Region einsetzenden Erholung im Berichtszeitraum auf währungsbereinigter Basis ein Umsatzwachstum von 8,1 Prozent aufweisen, im dritten Quartal lag der Zuwachs gegenüber dem Vorjahresquartal bei 16,5 Prozent. Die übrigen drei Regionen wiesen in den ersten neun Monaten währungsbereinigt jeweils einen deutlichen Umsatzrückgang auf. Dieser betrug in der Region Europa 22,6 Prozent, in Americas 18,4 Prozent und in Asien/Pazifik 19,3 Prozent.

Die Schaeffler Gruppe erzielte in den ersten neun Monaten ein EBIT vor Sondereffekten in Höhe von 385 Mio. Euro, was deutlich unter dem Wert des Vorjahres lag (883 Mio. Euro). Dies entspricht einer EBIT-Marge vor Sondereffekten von 4,3 Prozent (Vorjahr: 8,1 Prozent).

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Starkes drittes Quartal

Die Sparte Automotive Technologies erzielte in den ersten neun Monaten des Jahres 2020 Umsatzerlöse in Höhe von 5.429 Mio. Euro (Vorjahr: 6.772 Mio.  Euro). Währungsbereinigt ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr vor allem volumenbedingt deutlich um 18,2 Prozent zurück. Nach einem Einbruch der globalen Automobilproduktion im ersten Halbjahr als Folge der Coronavirus-Pandemie wies das dritte Quartal eine deutliche Belebung der Nachfrage insbesondere in den Regionen Greater China und Americas auf. Im Berichtszeitraum ging die globale Automobilproduktion um 23 Prozent zurück, sodass die Outperformance der Sparte Automotive Technologies im gleichen Zeitraum bei rund 5 Prozentpunkten lag. Der deutliche Umsatzrückgang während der ersten neun Monate 2020 betraf mit Ausnahme der Region Greater China alle Regionen.

Die Sparte Industrie erzielte in den ersten neun Monaten ein EBIT vor Sondereffekten in Höhe von 195 Millionen Euro (Vorjahr: 277 Millionen Euro), was einer EBIT-Marge vor Sondereffekten von 8,4 Prozent entspricht (Vorjahr: 10,3 Prozent).

Der Konzern beschäftigte zum 30. September 2020 83.711 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2019: 87.748), was einem Rückgang der Beschäftigtenzahl im Berichtszeitraum um 4,6 Prozent oder 4.037 Stellen entspricht.

Prognose für Geschäftsjahr 2020 aufgestellt

Die im Frühjahr 2019 initiierten Struktur- und Effizienzmaßnahmen wirkten sich positiv auf die Umsatzkosten aus. Zudem wurden Maßnahmen ein- und fortgeführt, mit denen die finanziellen Effekte infolge der Coronavirus-Pandemie ausgeglichen werden. Dazu gehören die Einführung und Ausweitung von Kurzarbeit, der Abbau von Zeitkonten, Einstellungsstopps und temporäre Werkschließungen. Bereits im ersten Quartal wurde das Freiwilligenprogramm von 1.300 auf 1.900 abzubauende Stellen ausgeweitet.

Im September hat die Schaeffler Gruppe ein umfassendes Maßnahmenpaket kommuniziert, in dem strukturelle Anpassungen in Europa mit dem Schwerpunkt Deutschland definiert werden und in dessen Rahmen 4.400 Stellen abgebaut werden sollen. Neben der Reduktion von strukturellen Überkapazitäten und der Konsolidierung von Standorten zielt das Maßnahmenpaket auch auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und den Ausbau lokaler Kompetenzen.

Die Schaeffler-Gruppe rechnet für das Gesamtjahr 2020 mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von -13 bis -11,5 Prozent. Zugleich geht das Unternehmen für das Gesamtjahr 2020 davon aus, eine EBIT-Marge vor Sondereffekten in Höhe von 4,5 bis 5,5 Prozent zu erzielen.

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