Fördertechnik

Mit Hightech-Folien den Verbrauch senken

In vielen Branchen ist der Einsatz von Stretchfolien für die Ladeeinheiten-Sicherung unverzichtbar. Allein in Europa liegt der Jahresverbrauch derzeit bei über 1,3 Millionen Tonnen. In Deutschland schätzen Branchenkenner den Jahresbedarf auf etwa 160.000 Tonnen - bei weiterhin steigender Tendenz. Dabei ist das Angebot von "Billigfolien" zwar groß, es sind aber vor allem moderne High-Tech Folien, mit denen sich Material sparen und Kosten reduzieren lassen.

Ideal für Lebensmittel: Lochfolie garantiert eine gute Ladeeinheitensicherung und verhindert durch bessere Luftzirkulation die Bildung von Kondenswasser (Bild: Antalis).

Als Anbieter innovativer Verpackungen widmet sich Antalis auch der effizienten Ladeeinheiten-Sicherung. Gegenwärtig schätzt man beispielsweise, dass jeder dritte bis vierte Stretchfolien-Verbraucher einen zu hohen Folienverbrauch je Ladeeinheit hat. Die Gründe dafür sind vielfältig. Veraltete Maschinen können die Leistungsparameter moderner Stretchfolien nicht abrufen, und selbst bei hochwertiger Anlagentechnik sind die Setups oft schlecht eingestellt und verursachen einen zu hohen Materialverbrauch. Bei der Neuinstallation hochwertiger Stretchtechnik sind die eingestellten Parameter stets auch auf den nachhaltigen Umgang mit Verbrauchsmaterial zu prüfen.

Bei der Anschaffung neuer Stretchtechnik ist vor allem auf das Herz einer jeden Stretchanlage – das Vorrecksystem – zu achten. Ob Halbautomatik-Anlage für den Kleinbedarf oder vollautomatischer Stretchwickler, ein perfekt funktionierendes Vorrecksystem ist die Basis für einen nachhaltigen, sicheren und kostengünstigen Umgang mit dem Verbrauchsmaterial.

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Weitere Gründe für den ineffizienten Einsatz von Stretchfolien liegen im Beschaffungsmarkt selbst. Bedingt durch das erhebliche Marktvolumen unterliegt er auch dem Einfluss von wenig seriösen Billiganbietern. Vielen Anwendern und Einkäufern ist nicht bewusst, dass es sich bei Stretchfolien um Hightech-Produkte und bei ihrem Einsatz um Anwendungen von hoher Wertigkeit handelt. Online-Ausschreibungen und Webshops machen eine seriöse Beratung aber unmöglich. Oft zählt allein der Preis und nicht Aspekte wie Nutzen, Qualität und Nachhaltigkeit. Zudem sorgen Kostendruck und provisionsabhängige Vergütungsmodelle für einen Qualitätsverfall. Faktoren wie Sicherheit und Folgekosten geraten in den Hintergrund. In Europa werden etwa 40 Prozent der Stretchfolien für manuelle Anwendungen (Handwickelfolien) genutzt. Weitere etwa 30 Prozent Anteil am Gesamtvolumen haben „billige“ Standardfolien zur maschinellen Anwendung. Nach der Devise „Je dicker desto besser“ kommen in beiden Bereichen meist Folien mit zu hohen Dicken zum Einsatz. Die insgesamt also rund 70 Prozent Hand- und Maschinen-Anwendungen mit „Billig“-Folien entsprechen über 900.000 Tonnen Stretchfolien-Material mit hohem Verbrauch, hohen Kosten und ineffizientem Ressourcen-Umgang.

Vorgereckt senkt Verbrauch

Dagegen werden etwa 400.000 Tonnen Stretchfolien heute bereits als hochwertige Anwendung kostengünstig und Ressourcen schonend eingesetzt. Vor allem vorgereckte Stretchfolien senken den Materialverbrauch. Zugleich können die Sicherung der Ladeeinheiten verbessert und Kosten gesenkt werden. Beispielhaft ist hier die Lebensmittellogistik. Seit Jahren wird dort konsequent auf kosteneffiziente, umweltschonende Stretchfolien gesetzt.

Bedingt durch den Preisdruck in der Lieferkette hat sich die Stretchfolien-Industrie zu einer recht „innovativen“ Branche entwickelt, wenn es um das Angebot vermeintlich „billiger“ Stretchfolien geht. Hinterfragt man aber den Produktpreis, entdeckt man enorme Sparpotentiale: Hierzulande ist es üblich, 300-Meter-Handwickelrollen zu verwenden. Das durchschnittliche Pappkerngewicht so einer Rolle liegt bei etwa 300 Gramm. In der Regel sind das je Karton sechs Rollen mit circa 19 kg Folie und 2 kg Papier. Das entspricht einem Papieranteil von knapp zehn Prozent – die zwar technisch benötigt, aber nicht verbraucht werden. In anderen europäischen Ländern befinden sich auf 650 Gramm-Kernen gar nur 150 Meter Stretchfolie. Hier werden je Karton mit sechs Rollen lediglich 9,5 kg Folie und 4 kg Papier geliefert. Nachhaltiger Ressourcen-Umgang?

Bei den vermeintlich „billigen“ Maschinen-Stretchfolien verhält es sich ähnlich. Fast alle Stretchfolien-Hersteller können heute Pappkerne von maximal 1,2 kg einsetzen. Das durchschnittliche Pappkerngewicht von „Billigfolien“ zum maschinellen Einsatz liegt in Europa aber noch bei etwa 1,7 kg. Hier ruht ein Einsparpotential von mindestens 0,5 kg je Kern. Bei rund 30 Prozent Marktanteil (390.000 t Stretchfolie) sind das über 12.000 Tonnen Pappe – also etwa 550 Lkw-Ladungen, die unnütz produziert, transportiert und entsorgt werden müssen.

Oft haben Anbieter und Anwender eigene Möglichkeiten, um auf die Nachhaltigkeit der Prozesse Einfluss zu nehmen. Antalis bietet dem Kunden deshalb nicht „nur“ Produkte, sondern komplette Anwendungslösungen. „Gemeinsam mit den Anwendern werden betriebswirtschaftlich zweckmäßige, technologisch funktionierende und ökologisch sinnvolle Lösungen entwickelt“, heißt es aus dem Unternehmen. Häufig lassen sich Einsparungen des Materialverbrauchs bis zu 40 Prozent bei gleichzeitig verbesserter Sicherung der Ladeeinheiten und deutlicher Kostenreduzierung erreichen. Jürgen Spletzer/ms

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