truktion um 100 Prozent erhöht.
Das bringt eine hohe Steifigkeit des Maschinenkörpers und sorgt in Verbindung mit dem perfekten Schwingungs- verhalten für exzellente Oberflächen und längere Werkzeugstandzeiten (vor allem, wenn es an schwer zerspanbare Werkstoffe geht).
Fertigungsleiter Pius Kolb bestätigt: „Mit der Machine sind wir in der Lage, komplexe Fräs-, Bohr- und Drehbearbeitungen mit allen Materialien durchzuführen.“ Kleine Serien über Nacht Neben dem bereits erwähnten Auftrag war für die Investition entscheidend, dass die Duoblock unbe- mannt arbeiten kann.
Dazu verfügt sie bei Alme über einen 6-Paletten-Bahnhof – serienmässig hat sie einen Palettenwechsler – sowie ein Magazin mit 120 Werkzeugen.
Pius Kolb: „Fünf Paletten sind geparkt, eine in Bearbeitung.
So können wir auf der Maschine auch kleine Serien über Nacht mannlos bearbeiten.“ Bei den Werkzeugen setzt Alme auf Hartmetall –„da- mit haben wir die besten Erfahrungen gemacht“, so Fertigungsleiter Kolb.
„Vor allem bei der Bohr- bearbeitung wirkt es sich sehr positiv aus, dass die Duoblock über eine Innenkühlung verfügt.“ Das Werkzeugmagazin kann parallel zur Hauptzeit gerüs- tet werden.
Damit ist ein rascher Werkstückwechsel möglich.
„Die daraus resultierende Reduzierung der Rüstzeiten bringt uns natürlich einen Vorteil“, so der Fertigungsleiter.
Die CNC-Programmierung erfolgt noch überwie- gend direkt an der Maschine durch den Werker.
Die Duoblock ist, ebenso wie die anderen Gildemeister bei Alme mit einer Heidenhain Mill-Plus iT ausgerüs- tet.
Merkmale der Mill-Plus sind kurze Zykluszeiten in der Abarbeitung, genaue Bewegungsführung bis zu fünf Achsen simultan sowie schnelle Reaktion an der Bedienoberfläche.
Die Steuerung ermöglicht das automatische Bearbeiten unterschiedlicher Werk- stücke, die in beliebiger Reihenfolge über Paletten zugeführt werden.
Das passende Bearbeitungspro- gramm und die entsprechende Nullpunkt-Verschie- bung werden zugeordnet.
Zudem beherrscht die bedienerfreundliche Steu- erung die werkstattorientierte Programmierung.
„Die Bedienung der Steuerung ist einfach, auch die fünf-Achsen-Programmierung geht sehr gut an der Steuerung“, so das Urteil von Pius Kolb.
„Damit sind wir sehr flexibel und schnell.“ Mehr als 80 Prozent der NC-Programme werden derzeit bei Alme noch direkt auf der Maschine programmiert.
Kolb: „Bisher war unsere Philosophie, dass je- der Maschinenbediener seine Maschinen – meist bedient er mehrere – auch programmieren können muss.
Doch da denken wir gerade um und haben nun einen zentralen Programmierplatz eingerichtet.“ www.scope-online.de Dezember 2009 14 Produktionstechnik + Werkzeugmaschinen Titelthema hh Kanten-Macher Die Kantenbearbeitungsmaschinen der Alme AG arbeiten nach einem patentierten Funktionsprinzip, das sich von der herkömmlichen Kantenbearbeitung unterscheidet.
Die Maschinen erzielen damit ratterfrei Kanten mit Oberflächengüten bis N7.
Das vorgängige Festspannen der Werkstücke kann entfallen.
Damit wird Zeit eingespart.
Die Maschinen sind vielseitig und verarbeiten Platten, Stangen und Rundmaterial aus allen zerspanbaren Werkstoffen inklusive Kunststoffen.
Die Umgebung der Ma- schine bleibt zudem sauber, da Späne und Staubpartikel in der Maschine bleiben.
CEO Christian Tännler: „Außer der Be- schichtung machen wir alles im eigenen Haus: Fräsen, Drehen, Schleifen, Härten und Brünieren.
Dadurch kontrollieren wir die Qualität nicht, wir bauen sie.“ (Bild: Alme)