Die Firma Kaiser wurde im Jahr 1945 in Bretten als Spezialist für die Stanz- und Umformtechnik gegründet und im Jahr 2004 von der Grazer Andritz-Gruppe übernommen, die zu den weltweit führenden Lieferanten von maßgeschneiderten Anlagen, Ver- fahren und Dienstleistungen für Wasserkraftwerke, für die Zell- stoff- und Papierherstellung, die metallverarbeitende Industrie sowie andere industrielle Anwendungen gehört.
Am Standort Bretten entwickeln und montieren 130 Mitarbei- ter jedes Jahr rund 20 Stanz- und Umformautomaten mit einer Presskraft von 160 bis derzeit 2.500 Tonnen.
Abgesehen von wenigen Teilen, deren Herstellung spezielles Know-how verlangt, hat man die Fertigung der Komponenten komplett ausgelagert.
Andritz Kaiser arbeitet mit Zulieferern überall auf der Welt zusammen, denen man zum Teil schon 3D-Daten zur Verfügung stellt.
Als vertragsrelevantes Dokument sind die 2D-Zeichnungen aber immer noch unverzichtbar, wie Konstruktionsleiter Andreas Walther betont.
„Unsere Pressen zeichnen sich dank ihrer Linear- führungen durch eine hohe Genauigkeit und Steifigkeit aus, was der Herstellung von Präzisionsteilen aus Hartmaterialien entgegenkommt.
Gleichzeitig erzielen wir durch die Seitenteile aus Guss eine höhere Dämpfungswirkung“, beschreibt Walther die Merkmale der Pressen.
„Trotz der aktuellen Wirtschaftskri- se ist unsere Auslastung derzeit noch recht gut.“ Obwohl die kleineren Stanz- und Umformau- tomaten mit 160 bis 1.000 Tonnen als Standardprodukte konzipiert sind, müssen die Konstrukteure immer noch etwas Hand anle- gen, um kundenspezifische An- passungen vorzunehmen, bei- spielsweise was Zuführung und Vorschub des Metallbandes an- belangt.
„Die Variationen, die der Kunde wünscht, lassen sich schwer vorhersehen“, sagt Walther.
„Unsere wesentliche Anforderung ist deshalb, dass wir die 3D- Modelle schnell und flexibel anpassen können, ohne darauf Rücksicht nehmen zu müssen, wie sie aufgebaut sind.“ Explizites Modellieren Der explizite Modellierungsansatz von Co-Create Modeling kommt der Arbeitsweise bei Andritz Kaiser sehr entgegen.
„Wir wollten nicht auf ein neues System umsteigen, weil unsere An- wender mit dem parameterfreien Modellieren am besten zurecht kommen und weil wir schon ziemlich viele 3D-Modelle haben, die wir alle hätten neu aufbauen müssen“, erklärt Walther, der früher selbst mit einem parametrischen Ansatz gearbeitet hat und dem expliziten Modellieren anfangs etwas skeptisch gegenüberstand.
„Mittlerweile bin ich froh, dass wir Co-Create Modeling haben.
Wir müssen nicht darauf achten, wie die Teile miteinander verbunden sind, wenn wir etwas verschieben.“ Ein weiterer Vorteil ist, dass man die bestehenden ME 10- Zeichnungen weiter bearbeiten kann.
Obwohl die 3D-Software bei dem Hersteller von Umformautomaten schon seit 2001 im Einsatz ist, gibt es nämlich noch „lebende“ Produkte, die in 2D konstruiert wurden und die bei neuen Aufträgen auch in 2D www.scope-online.de Dezember 2009 36 Konstruktion + Entwicklung hh Bis zu 2.500 Tonnen Druck machen die Stanz- und Umform- automaten von Andritz Kaiser.
Während die kleineren Pressen aus Standardbaugruppen mit gewissen Anpassungen bestehen, handelt es bei den großen Anlagen um kundenspezifische Sondermaschinen.
Allen gemeinsam ist, dass sie unter hohem Zeitdruck entwickelt werden.
Dank der Software Co-Create Modeling von PTC können die Konstrukteure von ihren 3D-Modellen schnell und flexibel neue Automaten ableiten.
Dem Dem hohen hohen Druck Druck angepaßt angepaßt Die Software Die Co-Create Produktfamilie ist eine vollständige Konstruktionsumgebung mit 3D- und 2D-CAD, inte- griertem Produktdatenmanagement (PDM) und Collaboration-Software.
Ein breites Spektrum an Zusatz- modulen erweitert die Produkte um zusätzliche Produktentwicklungsfunktionen.
Die Software bietet Geschwindigkeit, Flexibilität und die Fähigkeit, auf Änderungen zu reagieren, wenn Kunden mit kurzen Entwicklungszyklen oder einmaligen Konstruktionen konfrontiert sind oder einen schlanken Entwick- lungsprozess benötigen.
Der explizite Ansatz der Konstruktion mit 3D-CAD-Software führt zu schnelleren Entwicklungszyklen und mehr Flexibilität in der 3D-Konstruktion.