SCOPE: Welches Ziel verfolgen Sie mit Lapp Ideas? Collet: Mit Lapp Ideas wollen wir Kunden sowie Mitarbeiter und eine breite Fachöffentlichkeit strukturiert in unseren Innovati- onsprozess einbinden.
Vor allem unsere Kunden sollen im Sinne von Open Innovation künftig stärker an der Entwicklung neuer Produkte beteiligt werden.
Über unsere Plattform können sie nun mehr Einfluss auf die Produktentwicklung nehmen – das kann bis zur erfolgreichen Einführung eines Produktes auf dem Markt führen.
Gleichzeitig soll sie als zusätzlicher Feedback-Kanal für Fragen und Anmerkungen zu unseren Produkten und dem Service dienen.
Sowohl für uns als auch für den Kunden ergibt sich daraus eine Win-Win Situation: Der Kunde kann Einfluss darauf nehmen, dass wir Produkte entwickeln, die seine Bedürfnisse ideal abde- cken.
Außerdem profitieren die Kunden bei branchenspezifischen Fragestellungen auf unserer Plattform von den Erfahrungen der anderen Teilnehmer.
Auf der anderen Seite wollen wir die Expertise unserer Kunden nutzen.
Niemand weiß besser was der Markt will.
Diese Expertise und Kreativität wollen wir kanalisieren und noch besser nutzbar machen.
SCOPE: Wen wollen Sie mit ihrer neuen Open-Innovation-Platt- form ansprechen? Collet: Sie richtet sich vor allem an Kunden der Lapp Gruppe.
Allein in Deutschland verfügen wir auf Kundenseite über mehr als 150.000 Kontakte.
In dieser Zielgruppe liegt also schon hin- sichtlich ihrer schieren Größe ein riesiges Potenzial.
Deshalb bieten wir ihnen mit der Plattform ein zusätzliches Forum.
Wir wollen aber auch eine breitere, technisch orientierte Öffentlichkeit erreichen.
Nach Abschluss der Beta-Phase zum Ende 2011 wird die Open-In- novation-Plattform dann nicht nur in Deutsch- land, sondern weltweit verfügbar sein.
SCOPE: Wie werden die Ideen und Anregungen in Ihrem Unter- nehmen ausgewertet? Collet: Unsere Spezialisten aus den jeweiligen Fachbereichen fil- tern und kanalisieren die diskutierten Ideen und Anregungen.
Die Kollegen aus den entsprechenden Competence Centern wis- sen, was im Kontext des eigenen Unternehmens zur Innovation werden kann.
Und sie sind es, die aus einem Vorschlag letztlich ein marktreifes Produkt entwickeln.
SCOPE: Ist die Nutzung von Social Media bei Ihnen auf der Platt- form begrenzt? Collet: Wir nutzen bereits verschiedene Social Media-Kanäle.
Auf Twitter etwa machen wir unter „@olflex“ auf Neuigkeiten rund um unser Unternehmen und unsere Marke Ölflex aufmerksam.
Unter „LappGroup“ sind wir außerdem auf Facebook vertreten.
Mit unseren Kunden und anderen Gruppen stehen wir also bereits auf ganz verschiedenen Kanälen in Verbindung – online wie offline.
Die Plattform verstehen wir daher als zusätzlichen Kanal, der die bisherige Entwicklungsarbeit mit weiteren Impulsen ergänzt.
SCOPE: Gibt es etwas Vergleichbares wie Ihre Plattform in Ihrem Wettbewerbsumfeld? Collet: Lapp Ideas verstehen wir als Plattform für Open Innova- tion: Das heißt, wir geben unseren Kunden und einer breiteren Fachöffentlichkeit außerhalb unseres Unternehmens die Mög- www.scope-online.de November 2011 12 Wortwechsel hh Pünktlich zur SPS Aufgepasst: In weniger als zehn Tagen, nämlich ab dem 22.
November, kann jeder, der möchte, auf der Open-Innovation-Plattform von Lapp in Sachen Kabel kräftig mit diskutieren, Vor- schläge machen und seiner Kreativität freien Lauf lassen.
Sind sie jetzt schon gespannt auf das, was kommt? Unter www.lappideas.com können sich Neugierige schon vorab informieren.
Ab dem 22.
November wird sich Lapp mit einer neuen Vorreiter- rolle identifizieren.
Es wird das einzige Unternehmen in seinem Marktsegement sein, das Open Innovation beziehungsweise Social Media zur Unterstützung entsprechender Prozesse nutzt.
Im Interview mit Michael Collet, Chief Technical Officer (CTO) des Unternehmens, erfuhr SCOPE-Chefredakteur Hajo Stotz den Hintergrund zur neuen Open Innovation-Plattform Lapp Ideas.
„KreativitätKreativität nutzbar machen“ nutzbar machen “