www.scope-online.de Oktober 2010 18 Elektrotechnik + Elektronik Titelthema hh die das Know-How, die Logistik und die Techno- logien, von der Batterie bis zur Karosserie, in der Hand behalten.
Dann aber müssten sie sofort damit beginnen, ihre Kompetenzen im e-Mobility-Bereich erheblich auszubauen.
* Bei der Produktion von E-Autos verschiebt sich die bisherige Hierarchie und die Komponenten- hersteller stärken ihre Rolle in dem Netzwerk erheblich.
Die Autohersteller sind nicht mehr das Zentrum der Wertschöpfungskette.
Die Zulieferer werden zentrale Rollen in einem Herstellungs- verbund einnehmen, da den Autoherstellern das nötige Know-how fehlt.
Derzeit erscheint vor allem letztere Entwicklung als wahrscheinlich.
Denn die klassische Zuliefe- rerindustrie, aber auch bisher auto-ferne Unter- nehmen und Branchen, wie die Energieerzeuger, drängen mit ihrem Know-how in den E-Fahrzeug- Markt.
So positioniert sich beispielsweise auch die Stuttgarter Lapp Gruppe im Bereich e-Mobility.
„An- gesichts knapper werdender fossiler Brennstoffe muss es neue Alternativen wie die Elektromobilität geben.
Den Trend dürfen wir nicht verschlafen“, sagt Armin Heß, Geschäftsführer der UI Lapp GmbH, einem Unternehmen der Stuttgarter Lapp Gruppe.
Deshalb hat die Lapp Gruppe in Kooperation mit der Bals Elektrotechnik GmbH aus Nordrhein-Westfalen ein aufeinander abgestimmtes, komplettes und se- rienreifes Ladesystem mit Kabeln und Steckvorrich- tung entwickelt.
Das Ladesystem wird jetzt auch auf der Messe für Elektromobilität eCarTec in München (19.-21.10.2010) präsentiert.
Auch die Messe spiegelt das schlagartige gewach- sene Interesse an dem Thema wieder.
Während sie im letzten Jahr zur Premiere 195 Aussteller verzeichne- te, hat sich die Zahl nun auf mehr als 400 Ausstel- ler verdoppelt.
Mit BMW, Mitsubishi, Renault und Peugeot präsentieren sich in diesem Jahr die ersten großen Fahrzeughersteller mit einem eigenen Auf- tritt und kaufbaren Elektro-Serienmodellen.
„Aber auch viele Global Player wie Siemens, Infineon, Pa- nasonic, Philips, Robert Bosch, EBM-Papst, Johnson Control, Bitrode oder AVL List sind mit von der Par- tie“, erläutert Veranstalter Robert Metzger.
„Viele Unternehmen haben erst in diesem Jahr erkannt, dass Elektroautos sowie deren Technikkomponen- ten und die dazugehörige Infrastruktur ein riesiger Markt mit großem Umsatzpotenzial ist.“ Triebfeder Infrastruktur Neben den Fahrzeugen selbst kommt vor allem der aufzubauenden Infrastruktur große Bedeutung zu.
Auf der Messe sind deshalb mit RWE, E.ON, EWE, Vat- tenfall und EnBW auch alle fünf großen deutschen Energieversorger als Aussteller vertreten.
Bei den Fahrzeugkomponenten gehören, abgese- hen von der Batterie, in erster Linie die Steuerung, das gesamte Batteriemanagement, die Sicherung der Hochvolt-Elektronik und die Anpassungen des Fahrzeugs an die Anforderungen der Lade- Verständlich macht Adolf Schwab dem interessierten Leser das Thema Elektroenergiesysteme in sei- nem gleichnamigen Buch.
Es wendet sich vorrangig an Berufsanfänger der Elektrotech- nik sowie an alle in der Praxis stehenden Ingenieure und Fachleute anderer Disziplinen, die mit Elektroenergiesystemen bzw.
mit der öffentlichen oder industriellen Stromver- sorgung befasst sind.
Und das ist auch das Thema: Von der Umwandlung der Primären- energieressourcen der Erde in kohlebefeuerten Kraftwerken und in Kernkraftwerken bis zur Nutzung erneuerbarer Energien behandelt das Buch das gesamte Spektrum der Erzeugung, Übertragung und Verteilung elektrischer Energie und der hierzu erforder- lichen Einrichtungen.
Adolf Schwab, Elektroenergiesysteme, 2009, 2.
aktualisierte Auflage, 1002 Seiten, 550 farbige Abbildungen, gebunden, Springer, ISBN: 978-3-540-92226-1, 129,95 Euro Armin Heß, Ge- schäftsführer der UI Lapp GmbH: „An- gesichts knapper werdender fossiler Brennstoffe muss es neue Alternativen wie die Elektromo- bilität geben.
Den Trend dürfen wir nicht verschlafen.“ (Bild: Lapp)