SCOPE: Herr Süßmann, CMZ ist 2009 angetreten, um mit Dreh- maschinen „made in Spain“ den deutschen Markt zu erobern.
Wie viele Maschinen haben Sie bisher in Deutschland verkauft? Und was ist Ihr Ziel für dieses Jahr? Süßmann: Ganz offen gesprochen, ich zähle nicht mehr.
Wir liegen deutlich über den Planzahlen.
Bereits 2010 lagen wir 40 Prozent über dem, was wir uns vorgenommen hatten und auch letztes Jahr lagen wir 30 Prozent über Plan.
Richtig durchgestar- tet sind wir dieses Jahr.
Im ersten Quartal hatten wir 66 Prozent Wachstum gegenüber Vorjahrsquartal.
Das sind extrem positive Zahlen.
In Stückzahlen gesprochen, sind wir jetzt ungefähr bei rund 165 Maschinen und wir wachsen weiter schnell – und ge- winnen sehr stark Marktanteile.
Die aktuellen Stückzahlen pro Monat hatten wir uns erst für 2014 oder 2015 vorgestellt.
SCOPE: Sie setzen bei der Fertigung Ihrer Maschinen auf bedin- gungslose Qualität.
Können Sie erklären, was genau Sie darunter verstehen? Süßmann: Wir fertigen das einzelne Werkstück selbst auf hochgenauen, effizienten Werkzeugmaschinen.
Bedingungs- lose Qualität heißt, wir konstruieren so lange am einzelnen Bauteil, bis es sich in der Serie ohne Probleme fertigen lässt.
Bevor wir überhaupt eine 2D-Zeichnung in unsere Fertigung geben, konstruieren wir die Aufspannvorrichtung.
Wir erkennen hierbei sofort, ob das Werkstück auf un- seren großen Zentren pro- blemlos laufen kann oder ob es Schwierigkeiten beim Spannen gibt und somit Ein- fluss auf die Maßhaltigkeit nehmen kann.
Wenn Ände- rungen nötig sind, fließen diese sofort in die Konstruktion ein.
Zudem archivieren wir die geometrischen Messprotokolle aller sicherheitsrelevanten beziehungsweise Qualitätsbauteile.
Durch diese hundertprozentige Kontrolle wissen wir, welches Bauteil wir in welcher Maschine haben.
Das heißt, man kann bei eventuell denkbaren Crashsituationen darauf zurückgreifen und identische Teile wieder liefern.
Das sind Kleinigkeiten, die aber letztlich den Unterschied ausmachen.
SCOPE: Honorieren die Kunden diesen hohen Aufwand in Sachen Qualität? Süßmann: Qualität überzeugt auch im Einsatz bei den Kun- den: Wir fertigen unsere Spindeln und Revolversysteme selbst.
Der Grund hierfür ist der hohe Anspruch an Rundlauf- oder Wiederholgenauigkeiten dieser Bauteile.
Gleichzeitig sind wir ein Verfechter der klassischen Flachführungen, welche wir in traditioneller Handarbeit einschaben.
All diese Dinge spiegeln sich in unseren Maschinen und deren Verfügbarkeit und Lang- lebigkeit wieder.
Die steigende Zahl an Wiederholungstätern gibt uns Recht.
Bereits 15 Prozent unserer Kunden investierten nach kurzer Zeit wieder in CMZ-Maschinen.
Der Grund dafür liegt darin, dass viele Kunden von der Qualität unserer Produkte überrascht sind.
Weil unsere Preise geringer sind, ist die Erwar- www.scope-online.de August 2012 10 Wortwechsel hh Auf Wachstum fokussiert Seit Mitte 2009 vertreibt die CMZ Deutschland GmbH mit Sitz in Stuttgart CNC-Drehmaschinen „made in Spain“.
Die Maschinen der Spanier ermöglichen dem Anwender vielfältige Fertigungsmöglichkeiten bei Dreho- perationen.
Das überzeugt auch die Kunden: Bereits 2010 lag das Unternehmen 40 Prozent über Plan und auch 2011 erreichten die Spanier 30 Prozent mehr als geplant.
Und im ersten Quartal 2012 wuchs das Unternehmen hierzulande noch einmal um 66 Prozent gegenüber Vorjahrsquartal.
In Stückzahlen gesprochen, hat CMZ rund 165 Maschinen in Deutschland verkauft und wächst weiter schnell und gewinnt auch weiterhin Marktanteile.
Der spanische Werkzeugmaschinenhersteller CMZ ist angetreten, um den deutschen Markt für CNC-Drehmaschinen zu erobern.
Mit günstigen Preisen und qualitativ hochwertigen Maschinen schreckt er die deutschen Branchengrößen auf.
Im Interview mit SCOPE-Redakteur Johannes Gillar verrät Olaf Süßmann, Geschäftsführer der CMZ Deutschland, das Erfolgsgeheimnis der Basken.
„Sehr viele Wiederholungstäter“ Wiederholungstäter